Freiwillige Feuerwehr Bamberg
Notruf: 112
Sicherheit seit 1860

ABC-Züge sind Einheiten des erweiterten Katastrophenschutzes, deren Ausrüstung zentral vom Bund beschafft und unterhalten wird. Helfer, die sich für den Dienst im Katastrophenschutz verpflichten, werden im Gegenzug vom Wehrdienst befreit.

Ursprünglich im Jahre 1964 als Schnelltrupp des Luftschutzhilfsdienstes (LSHD) eingerichtet, wurde der eigentliche ABC-Zug vor dem Hintergrund des Kalten Krieges und einer daraus resultierenden atomaren Bedrohung, die für das westliche Deutschland v. a. von Osteuropa ausging, im Jahr 1973 gegründet und in den erweiterten Katastrophenschutz eingegliedert. Die Soll-Stärke betrug zu diesem Zeitpunkt 42 Helfer. Die Aufgaben des ABC-Zuges umfassten im Wesentlichen die ABC-Erkundung und die Dekontamination von Personen und Sachgütern nach Angriffen mit atomaren, biologischen und / oder chemischen Waffen.
Seit der Wiedervereinigung und den Veränderungen der Beziehungen zu Osteuropa wird die Gefahr eines erneuten Krieges als gering angesehen, weshalb Anfang der neunziger Jahre mit einer Neukonzeption des erweiterten Katastrophenschutzes begonnen wurde. Ziel dieser Neuordnung war es, die Katastrophenschutzeinheiten auch im zivilen Bereich bei Unglücksfällen einsetzen zu können.

Der ABC-Zug Bamberg wurde am 1. Januar 1996 als selbstständige Einheit (Löschgruppe 51) in die Freiwillige Feuerwehr Bamberg eingegliedert. Bis zu dieser Angliederung an die Freiwillige Feuerwehr war der ABC-Zug eine Regie-Einheit der Stadt Bamberg und direkt dem Oberbürgermeister unterstellt.
Nachdem der Strahlenschutz Aufgabe des Bundes ist, wird die Strahlenschutzausstattung nach wie vor größtenteils vom Bund beschafft, so z. B. das Dekon P-Fahrzeug.

Überörtlich ist der ABC-Zug bei allen Großereignissen im Zusammenhang mit einer ABC-Gefährdung eingebunden, so auch in der Notfallstationsgruppe 10 im Zusammenhang mit dem Atomkraftwerk Grafenrheinfeld.
Zu den Aufgaben des ABC-Zuges zählen z. B.

  • das Messen von Radioaktivität bei Unfällen mit radioaktiver Strahlung
  • die Dekontamination (Reinigung) von Einsatzkräften und Personen, sowie Geräten
  • der Aufbau und Betrieb einer Notfallstation zum Schutz der Bevölkerung nach Störfällen in einem Kernkraftwerk (vornehmlich Grafenrheinfeld)

Da es sich um eine ehemalige Katastrophenschutzeinheit handelt, gab es für deren Führung auch noch den Begriff "Zugführer".
Bisherige Zugführer waren Ernst Guttenberg, Oskar Krause, Edgar Kleinlein und Norbert Schley. Derzeitiger Einheitsführer der Löschgruppe 51 ist Roger Aumüller.

 

Wichtige Zahlen im Überblick

1973

Gründung des ABC-Zuges

1996

Eingliederung in die FF Bamberg als LG51

Die Geschichte der Löschgruppe 9 Bug der Feuerwehr Bamberg beginnt im Jahre 1876 – und zwar am 22. Februar in der einstigen Gastwirtschaft Elling (heute Schmitt) und bildet sich seinerzeit aus 29 verantwortungsvollen Bürgern aus Bug. 1890 wird von der Gemeinde die erste Löschmaschine mit Schläuchen angeschafft.

Fast genauso alt ist die Stammliste der Feuerwehr Bug mit zahlreichen Einträgen mitsamt Eintrittsdaten, Namen und Zugehörigkeit. Darauf sind nur wenige Mitglieder gelistet, die nicht mindestens 25 Jahre in den Diensten der Feuerwehr Bug geleistet haben.

Nachdenklich wird man wohl bei Einträgen von sechs Männern, die im 1. Weltkrieg „gefallen oder gestorben auf dem Feld der Ehre“ sind.

Trotz der schwierigen Nachkriegszeit mit Inflation und Arbeitslosigkeit, bewies die Feuerwehr wiederholt ihren vorbildlichen Gemeinschaftsgeist 1924 mit der Erstellung der damaligen Feuerwehrgerätehalle, welche heute noch steht. Bis dato waren die Löschgeräte in einem Anbau des Gemeindehauses in der Hauptstraße untergebracht.

Während des 2. Weltkrieges wurden Frauen und Jugendliche ab 14 Jahren zum Dienst bei der Feuerwehr herangezogen, da alle einsatzfähigen Männer zum Wehrdienst eingezogen wurden.
Auch dieser Krieg forderte etliche Leben unter den Kameraden. 15 Floriansjünger kehrten nicht von der Front zurück.

Ab 1946 nahm die Feuerwehr Bug ihren regulären Dienst wieder auf, allerdings mit durchwachsenem Interesse der Bürger, da Uniformträger teilweise verpönt waren. Mitte der 50er Jahre gab es aber aufgrund der eingeführten Feuerschutzabgabe vermehrt Mitgliederzuwachs und damit wieder eine schlagkräftige Truppe bei der Wehr.

1970 wurde von der noch eigenständigen Gemeinde Bug ein TSF, Typ Ford Transit angeschafft und in der Gerätehalle in der Schloßstraße untergebracht.
1972 wurde die Gemeinde Bug in die Stadt Bamberg eingemeindet und damit aus der Feuerwehr Bug die Löschgruppe 9 der Freiwilligen Feuerwehr Bamberg.
Auch danach waren die Feuerwehrfahrzeuge in der alten Feuerhalle mit Garagenanbau untergebracht. Mangels Platzes hatte jeder Feuerwehrangehörige die persönliche Schutzausrüstung bei sich zu Hause.
Da die Halle ohne Heizung war, musste im Winter nach jedem Einsatz aus dem im Jahre 1986 erhaltenen TLF 8/8 auf MB-Unimog Bj. 1966 das Wasser wegen Frostgefahr abgelassen werden. Die Toreinfahrt war auch so eng, dass sie erst für das im September 1989 erhaltenen LF 16-TS erweitert werden musste.

Der Gruppenraum war im Untergeschoss der Buger Schule in der ehemaligen Gemeindekanzlei untergebracht. Damals ohne Wasseranschluss und Waschgelegenheit – Spülwasser musste erst herbeigeschafft werden – und so klein, dass der Platz für alle Feuerwehrler oft nicht ausreichte.

Nach langem Warten konnte 1996 die neue und moderne Feuerwehrgerätehalle in der Angerstraße mit einem großen Festakt bezogen werden. Sie bietet bis heute Stellplätze für drei Fahrzeuge und genügend Raum für Material und Kleidungsspinden. Ein Unterrichtsraum mit Nebenraum und Küche befinden sich im Dachgeschoß.

Kurz darauf wurde das alte K-Boot der Ständigen Wache aufgrund der Nähe zur Regnitz bei der Löschgruppe 9 stationiert. Zwischenzeitlich wurde es ausgemustert und durch eines der zwei Mehrzweckboote der Feuerwehr Bamberg, ein MZB90 mit Z-Antrieb ersetzt.

Im Jahre 2001 konnte die Löschgruppe 9 - Bamberg-Bug ihr 125-jähriges Bestehen mit einem Festakt feiern.

Zwei Jahre nach dem Totalausfall des Tragkraftspritzenfahrzeugs konnte 2013 endlich ein adäquates Nachfolge-Fahrzeug in Dienst gestellt werden. Im Zuge der Buger Kerwa wurde das neue MZF der LG 9 nach eineinhalbjähriger Beschaffungszeit gesegnet und durch den Sozialreferenten und Stadtbrandrat an die Löschgruppe übergeben. In der Übergangsphase konnte die Löschgruppe 9 einen alten MTW benutzen, um die Einsatzkräfte an die Einsatzstelle zu befördern. Wenngleich es während der Ausbauphase auch einige Komplikationen gab, waren die Kameradinnen und Kameraden doch froh, das Fahrzeug zu ihrem Fuhrpark zählen zu dürfen. Es bietet ausreichend Flexibilität für unterschiedliche Einsatzszenarien – z.B. als MTW und Kommunikationsstelle oder zum eigenständigen Abarbeiten von Einsatzstellen. Hierfür verfügt das Fahrzeug über einen ausreichend großen Stauraum im Heck, wo diverse Gitterboxen Platz finden können. Dank mobiler Auffahrrampen können entsprechend unterschiedlich zusammengestellte Rollwagen mit benötigtem Gerät und Material verlastet werden.
Es stellt die perfekte Ergänzung zu dem ebenfalls bei der Löschgruppe 9 stationierten Mittleren Löschfahrzeug (kurz MLF) und Tanklöschfahrzeug (kurz TLF) dar.

Das MLF auf MAN-Fahrgestell wurde im Dezember 2017 neu beschafft und in Dienst gestellt.
Zwei Jahre darauf folgte ein TLF 4000, ebenfalls auf MAN-Fahrgestell mit Walser Aufbau.

Seit 1964 stellten sich die aktiven Kräfte immer wieder der Leistungsprüfung und erreichten bis 1972 mit insgesamt 7 Gruppen zweimal das Goldene, zweimal das Silberne und dreimal das Bronzene Leistungsabzeichen.

Durch regelmäßige Übungen und Unterrichte erhält die Mannschaft ihre Schlagkraft und hohe Ausbildungsniveau, um jederzeit Hilfe leisten zu können und einsatzbereit für das vielfältige Aufgabenspektrum zu sein.

Seit Juli 2021 übernimmt Tobias Jahn die Führung der Löschgruppe Bug. Seine Stellvertreter heißen Johannes Frank und Stefan Hohenberger.

 

Wichtige Zahlen im Überblick

22. Februar 1876

Gründung der Feuerwehr Bug aus 29 „Bugern“

1890

Anschaffung der 1. Löschmaschine

1914 – 1918

Verlust von sechs Kameraden im 1. Weltkrieg

1924

Erbau der ersten Feuerwehrgerätehalle

1939 – 1945

Verlust von 15 Kameraden im 2. Weltkrieg

1946

Aufnahme des regulären Dienstbetriebes mit schlagkräftiger Truppe

1970

Beschaffung eines TSF auf Ford Transit

1964 – 1972

Erfolgreiche Abnahme des Leistungsabzeichens mit insgesamt 7 Gruppen

1972

Eingemeindung der Feuerwehr Bug und Umbenennung in Löschgruppe 9

1986

Erhalt eines TLF 8/8 auf MB Unimog Bj. 1966

1996

Einweihung der neuen Feuerwehrgerätehalle in der Angerstraße

2013

Erhalt eines MZF auf Ford-Fahrgestell

2014

Erhalt des MZB 90

2017

Erhalt eines MLF auf MAN-Fahrgestell

2019

Erhalt eines TLF 4000 auf MAN-Fahrgestell

Bereits vor der Gründung der Feuerwehr Wildensorg waren die Bürger durch die Feuerlöschordnung am königlichen Landgericht Bamberg II aus dem Jahre 1838 verpflichtet, im Brandfalle zu helfen. So waren die Aufgaben vom Feuerboten über die Wasserträger bis hin zur Pumpenmannschaft festgelegt.
Die Gemeinde Wildensorg entschloss sich nach einem schweren Brandereignis eine eigene Pflichtfeuerwehr zu gründen und eine Feuerspritze anzuschaffen: In den 1870er Jahren fing ein Anwesen in Wildensorg Feuer. Der Feuerbote eilte nach Stegaurach, um die dortige Löschmaschine, an der Wildensorg beteiligt war, zu ordern. Diese blieb jedoch auf dem Weg nach Wildensorg im Schlamm stecken, sodass das Anwesen komplett abbrannte.
Im Jahre 1876 wurde so von 18 Wildensorger Bürgern die Feuerwehr Wildensorg gegründet und noch im selben Jahr eine Feuerlöschmaschine (diese befindet sich noch in Besitz der LG 8) für den Preis von 363 Mark und 43 Pfennige von der Fa. Lotter aus Bamberg erworben. Ihre erste Bewährungsprobe musste die Mannschaft 1888 bestehen, als das damalige Gemeindehaus in Flammen stand.

Am 7. April 1941 bestellte die Gemeinde eine Motorspritze TS 8/8 der Fa. Robel, München. Diese wurde aufgrund der Kriegswirren jedoch erst zwei Jahre später, am 4. Februar 1943, ausgeliefert, versah dann aber ihren Dienst bis zur Eingemeindung zur Stadt Bamberg im Jahr 1972. Der Preis für die Motorspritze (auch sie befindet sich noch in Besitz der LG 8) betrug mit Zubehör 3.899,55 Reichsmark. 1972 wurde sie durch eine neue TS 8/8 mit Anhänger ersetzt.

Während des 2. Weltkrieges wurde im Jahr 1943 aufgrund der Tatsache, dass immer mehr Feuerwehrkameraden zum Kriegsdienst eingezogen wurden, von 15 Wildensorgerinnen eine „Frauengruppe“ gebildet.

Am 3. Juni 1951 konnte schließlich das 75-jährige Gründungsfest mit Feldgottesdienst, Festzug und Großübung gefeiert werden.
Im Jahr 1957 wurde der „Feuerwehrverein Wildensorg“ gegründet, der seit der Eingemeindung 1972 als Kameradschaftsverein weiter besteht.

Das erste Tanklöschfahrzeug, ein TLF 8/8 (Unimog) des Katastrophenschutzes wurde 1967 in Wildensorg stationiert. Es wurde am 18. Januar 1997 nach Gaustadt zur LG 5 und einige Jahre später nach Bug zur LG 9 verlegt und steht seit der Ausmusterung im Feuerwehrmuseum in der Siechenscheune.

Die Gemeinde Wildensorg wurde 1972 im Zuge der Gebietsreform von der Stadt Bamberg eingemeindet und die Feuerwehr Wildensorg somit in die Feuerwehr Bamberg als Löschgruppe 8 eingegliedert. Im darauffolgenden Jahr wurde der ehemalige Schulsaal der alten Schule Wildensorg in Eigenleistung zum Unterrichtsraum umgebaut und durch Oberbürgermeister Dr. Mathieu übergeben. Ein zweites Fahrzeug, ein Tragkraftspritzenfahrzeug auf Ford Transit-Basis (Preis ca. 23.000 DM), erhielt die LG 8 im Januar 1975. Ein Jahr später, am 10. Juli 1976, beging die LG 8 ihr 100-jähriges Jubiläum.

1984 begann man mit dem Bau der neuen Gerätehalle mit Unterrichtsraum; die bisherige Situation (mit dem Unterrichtsraum in der alten Schule und der Unterbringung der Fahrzeuge in verschiedenen „Garagen“ im Ortsgebiet) war unbefriedigend. Bereits im Herbst desselben Jahres konnte das Richtfest gefeiert werden. Zwei Jahre später und nach über 3.300 Stunden Eigenleistung zur Kosteneinsparung wurde am 26. April 1986 die neue Gerätehalle durch Oberbürgermeister Paul Röhner übergeben.

Im Rahmen einer Übung wurde am 3. Oktober 1989 ein LF 16-TS (ca. 20 Jahre alt), das vorher bei der LG 4 stationiert war, übergeben. Ein Jahr später erfüllte sich ein lang gehegter Wunsch nach einer neuen Fahne: entworfen von Horst Maschke konnte sie am 8. Juli 1990 feierlich geweiht werden; Schirmherr der Fahnenweihe war OB Paul Röhner. Im Juni 1995 erhielten die LG 8 ein LF 8, es ersetzte das 20 Jahre alte TSF, das zu einem Kleinalarmfahrzeug umgebaut wurde und noch einige Jahre bei der Ständigen Wache im Einsatz war.

Am 7. und 8. Juli 2001 feierte die LG 8 ihr 125-jähriges Jubiläum.

SBR Franz Ludwig Redler übergab im Anschluss an den Florianstag am 06. Mai 2006 eine Hochdrucklöschanlage HDL 250.

Im Februar 2008 trat die erste Frau der Löschgruppe bei. Im selben Jahr, am 31. Mai, fand die Fahrzeugweihe des LF 20/20 statt. Die Übergabe nahm Dr. Helmut Müller, in Vertretung von Oberbürgermeister Andreas Starke, vor. SBR Franz-Ludwig Redler übergab das Fahrzeug offiziell an die Löschgruppe, indem er Gruppenführer Hubert Heil den Schlüssel aushändigte.

 

Wichtige Zahlen im Überblick

1876

Die Freiwillige Feuerwehr Wildensorg wird von 18 Wildensorger Bürgern gegründet.
Im November 1876 wird die erste Feuerlöschmaschine von der Firma Lotter aus Bamberg erworben.
Erster Vorstand war Bürgermeister Gg. Weiß, erster Kommandant war Joh. Hohl.

1943

Im Februar erhält die FF Wildensorg ihre erste Motorspritze, eine TS 8/8 von der Firma Robel aus München. In den Kriegsjahren werden immer mehr Feuerwehrleute eingezogen, so dass eine Frauenfeuerwehr gegründet werden musste, um den Brandschutz zu gewährleisten.

1951

Feier des 75-jährigen Jubiläums, u. a. mit einer Großübung mit den Feuerwehren FF Wildensorg, FF Waizendorf, FF Bug und FF Walsdorf, bei der eine Wasserversorgung über eine Strecke von 440 m errichtet wurde.

1967

Stationierung eines TLF 8/8 Unimog des Katastrophenschutzes bei der LG 8 - Wildensorg, das bis 1997 bei der Löschgruppe Wildensorg blieb, danach bei der LG 5 - Gaustadt eingesetzt wurde und danach bei der LG 9 - Bug im Dienst stand.

1972

Die Gemeinde Wildensorg wird im Zuge der Gebietsreform in die Stadt Bamberg eingemeindet. Aus der FF Wildensorg wird die Löschgruppe 8 - Wildensorg der FF Bamberg.

1973

Der ehemalige Schulsaal wird in Eigenleistung zum Unterrichtsraum umgebaut und eingeweiht.

1975

Ein TSF auf Ford Transit-Fahrgestell wird in Dienst gestellt.

1976

Das 100-jährige Jubiläum wird u. a. mit einer Einsatzübung an der Schule und einer Rettungsübung an einem Unfallfahrzeug gefeiert.

1986

Die neue Gerätehalle mit Unterrichtsraum wird eingeweiht. Vom Baubeginn im Jahre 1984 mit dem Abbruch eines Nebengebäudes bis zur Einweihung wurden über 3.300 Stunden Eigenleistung erbracht.

1989

Bei der LG 8 wird das LF 16-TS stationiert.

1990

Die neue Fahne der LG 8 wird eingeweiht.

1997

Das TSF aus dem Jahre 1975 wird durch das LF 8 ersetzt.

2001

Im Jahr 2001 feiert die Feuerwehr im Wildensorg ihr 125-jähriges Bestehen.
Am Samstag, 07.07.2001, fand ein Kameradschaftsabend mit einem geschichtlichem Rückblick statt. Am Sonntag wurde ein Gottesdienst mit anschließender Totenehrung gefeiert, im Anschluss traf man sich zum Frühschoppen. Am Nachmittag wurde eine Geräteschau abgehalten und einige Vorführungen gezeigt. Die Wildensorger Wasserspiele schlossen das Jubiläum ab.

2006

Samstag, 06.05.2006: Weihe und Übergabe der Hochdrucklöschanlage HDL 250 an die Löschgruppe 8 - Wildensorg.

2008

Im Februar tritt die erste Frau der LG 8 bei.
Samstag, 31.05.2008: Weihe und offizielle Indienststellung des neuen LF 20/16. Die Weihe wurde von Pater Georg Klose durchgeführt. Die offizielle Übergabe des LF 20/16 an die Feuerwehr Bamberg nahm Dr. Helmut Müller, in Vertretung von OB Andreas Starke, vor. SBR Franz Redler übergab das Fahrzeug an die LG 8, indem er die Fahrzeugschlüssel dem Gruppenführer Hubert Heil aushändigte. Das LF 20/16 ersetzte das seit 1989 bei der LG 8 stationierte LF 16 TS (Bj. 1966).
07.08.2008: Erstmalig nehmen zwei Gruppen der LG 8 an einem Erwachsenenleistungsmarsch teil, Austragungsort war Kübelstein. Von 108 gestarteten Gruppen belegte die 1. Gruppe (Sebastian Brendel, David Kaiser, Stefan Nöth, Benjamin Reitzenstein) Platz 26, die 2. Gruppe (Andreas Förner, Michael Hoh, Christina Mayer, Patrik Nöth) Platz 64.
20.09.2008: Zusammen mit der LG 7 vertritt die LG 8 die Feuerwehr Bamberg am Tag des Ehrenamtes auf den Markusplatz. U.a. wurde das LF 16/12 (LG 7) und das LF 20/16 (LG 8) ausgestellt.

2023

Die Löschgruppe Wildensorg feiert "50 Jahre Löschgruppe Wildensorg". Zu diesem Zeitpunkt ist die Löschgruppe seit 50 Jahren in der Stadt Bamberg eingemeindet.

Als im Jahre 1860 die Freiwillige Feuerwehr Bamberg gegründet wurde, gab es in den einzelnen Stadtdistrikten bereits Räume zur Aufbewahrung von Feuerlösch- und Rettungsgeräten. Diese befanden sich im Gebiet der späteren Löschgruppe 7 wohl u. a. in der Kleebaumsgasse bzw. in der Kaulbergschule, die mit der Kleebaumsgasse in direkter Verbindung stand, sowie nachweislich in der Lehrerbildungsanstalt in der Dr.-Remeis-Straße am Stephansberg – der heutigen Sternwartstraße. Auch in der während dieser Zeit profan genutzten Karmelitenkirche – sie diente als städtisches Lager – waren im Jahr 1860 nachweislich Feuerspritzen eingestellt. Die Geräte wurden zu diesem Zeitpunkt noch von den Angehörigen der Bamberger Handwerksstände bedient. Die heutige Löschgruppe 7 wurde am 22. August 1872 aus Männern des III. Distriktes als 4. Rotte neu gebildet, kurz darauf allerdings der 3. Rotte zugeordnet.

Am 2. Juni 1872 fand in den Räumen der Villa Concordia, dem im III. Distrikt liegenden Stadtpalais des Johann Ignatz Tobias Böttinger, die Konferenz anlässlich des 3. Bayerischen Feuerwehrtages statt. Über die Ausrüstung zu dieser Zeit kann keine Aussage gemacht werden.
Zum 25-jährigen Jubiläum der Gesamtwehr sprach man vom „Corps mit der 3. Rotte im III. Distrikt“, später erfolgte die Umbenennung in „4. Rotte Druckmannschaft“.

Anekdote: Im Jahr 1923, am Montagvormittag der „Laurenzikerwa“ – es fand gerade der Festgottesdienst in der Laurenzikapelle statt – brach im Anwesen Oberer Kaulberg 11 beim „Krapfenbacken“ ein Feuer aus, dem der Dachstuhl zum Opfer fiel. Augenzeugen berichteten über den Einsatz der Dampfspritze bei dem Brand. Der Pfarrer, der gerade den Festgottesdienst abhielt, sah sich genötigt, die abgelenkten Kirchenbesucher einzusperren; Schaulustige und Neugierige gab es auch damals schon.

1924 im Rahmen der Neueinteilung und Umorganisierung der Freiwilligen Feuerwehr wurde aus der 4. Rotte die 3. Kompanie mit dem Kompanie-Führer Heinrich Munker und dem Kompanie-Adjutant Georg Motschenbacher. Die Hallen der 3. Kompanie befanden sich zu diesem Zeitpunkt wohl nach wie vor in der Lehrerbildungsanstalt in der Dr.-Remeis-Straße und der Kleebaumsgasse / Kaulbergschule. Eine Reservehalle war im Anwesen Würzburger Straße 9, im dortigen Pferdestall eingerichtet.
1935 wird bei der Distrikt-Kompanie, wie auch bei den übrigen Kompanien im Stadtgebiet, als Mindestausstattung folgende Ausrüstung vorgehalten:

  • eine fahrbare Distriktleiter
  • eine Handpumpe
  • zwei Schlauchwägen
  • ein Sprungtuch
  • Tragbahren
  • Frischluftgeräte
  • Hydrantenaufsätze
  • Strahlrohre

Was während des 3. Reiches bei der Eingliederung der Feuerwehr in die Ortspolizeibehörde mit den Einheiten des III. Distrikts geschah, ist nicht überliefert.

Nach dem Krieg erfolgte im Zuge der Neugründung der Feuerwehr Bamberg die Umbenennung der Einheit in Löschgruppe 7 - Kaulberg. Über die Halle in der Lehrerbildungsanstalt schweigen die Quellen nach dem. Krieg: Eine Distrikthanddruckspritze, die dort wohl noch stationiert war, fiel aber - nach Aussage von Zeitzeugen - einem Schülerstreich zum Opfer.
Im Jahre 1949 wurde die zwischenzeitlich ausgebaute Feuerhalle in der Kaulbergschule in den Dienst genommen. Bestrebungen, in den Fünfzigerjahren eine neue Halle mit fünf Stellplätzen im Bereich der Würzburger Straße zu bauen, wurden nach einiger Zeit wieder aufgegeben. Die zugehörigen Entwurfspläne hängen jedoch noch heute im Eingangsbereich der Feuerhalle am Kaulberg.

Im Jahre 1950 war die Löschgruppe 7 – Kaulberg, zusammen mit der Löschgruppe 6 – Dom, für die Zone III, die das Gebiet linksseitig des linken Regnitz-Armes umfasste, zuständig. Der damalige Zonenbrandmeister war Andreas Brehm von der Löschgruppe 6. Die Löschgruppe 7 wurde zu diesem Zeitpunkt von Oberlöschmeister Heinrich Munker und seinen Stellvertreter Löschmeister Georg Schneider geführt.

Nach dem 2. Weltkrieg gelangte das erste Fahrzeug in den Besitz der Löschgruppe 7: ein LKW mit Plane und Spriegel, der nach kurzer Zeit durch ein SLG LF 15 von der Klöckner-Deutzer A. G. aus Ulm mit einer FLP 1500 l/min von Magirus ersetzt wurde. Zum 100-Jährigen Jubiläum der Gesamtwehr, das 1960 gefeiert wurde, bestand die Löschgruppenführung aus dem Oberlöschmeister Hans Motschenbacher und seinem Stellvertreter Georg Schneider, dem später Georg Schmidt folgte.

Im Jahre 1966 erhielt die LG 7 aus Katastrophenschutzbeständen ein zusätzliches Fahrzeug: ein TLF 8/8 Unimog, das in einer Feldscheune an der Buger Straße eingestellt wurde.

1975 übernahm Johann Motschenbacher von seinem Vater die Löschgruppenführung. Das Amt des stellvertretenden Löschgruppenführers hatte bis zu seinem Ausscheiden im Jahr 1980 Martin Zettner inne. 1980 trat Martin Lendner seine Nachfolge an.

Ein dauerhafter Unterrichtsraum für die Löschgruppe wurde von Johann Motschenbacher im Jahr 1976 im Keller der Valentin-Rathgeber-Straße eingerichtet – zuvor wurden die Ausbildungsveranstaltungen in diversen Gastwirtschaften am Kaulberg durchgeführt; diese Situation war nicht mehr tragbar.

1978 fiel das SLG LF 15 durch einen Motorschaden aus. Es wurde durch ein baugleiches Fahrzeug der LG 3 ersetzt, das noch bis zum 25. Mai 1981 im Dienst stand. Im Jahr 1979 wurde schließlich das TLF8/8 von der Feldscheune an der Buger Straße in eine Scheune hinter der Aral-Tankstelle am Laurenziplatz umgesetzt; die Feldscheune fiel dem Straßenbau zum Opfer.
Ein LF 8 FM130D7A von Magirus-Deutz aus Ulm konnte im Mai 1981 mit einem großen Fest, das im Pfarrheim der Oberen Pfarre begangen wurde, in Dienst gestellt werden. Für das neue Fahrzeug musste damals allerdings das Hallentor der Feuerhalle in der Kaulbergschule erhöht werden.

Zur 125-Jahrfeier der Gesamtwehr bestand die Löschgruppenführung aus dem Oberlöschmeister Johann Motschenbacher und seinem Stellvertreter Martin Lendner.

Im Herbst 1984 konnte die Löschgruppe 7 in eine zweckmäßige neue Gerätehalle mit zwei Toren und nun integriertem Unterrichtsraum am Paradiesweg umziehen. Dort befindet sich auch heute noch der Standort.

Im Jahre 2009, zum 25-jährigen Hallenjubiläum, besteht die Löschgruppenführung aus OBM Johann Motschenbacher, OLM Gerhard Metzner und OFM Andreas Walter.

Zum 140-Jährigen Jubiläum der Kaulberger Feuerwehr wird die Gruppe von HLM Herbert Stöcklein mit seinen Vertretern Christian Metzner und Gerhard Metzner geführt.
Derzeit leisten in der Löschgruppe 7 – Kaulberg 29 Kameraden aktiv Dienst. Darüber hinaus besteht die Löschgruppe aus 2 Ehrenmitgliedern, 17 passiven Kameraden, 6 fördernden Mitgliedern und zwei Mitgliedern der Jugendgruppe.

In der Fahrzeughalle stehen ein LF 16/12 Iveco Magirus Baujahr 1995 mit Hilfeleistungssatz und Lüfter, sowie ein MKW Magirus Baujahr 1988 der vom Technischen Zug übernommen wurde.

Im Jahre 2019 zum 35-jährigen Hallenjubiläum wird die Gruppe von HLM Herbert Stöcklein mit seinen Vertretern OLM Christian Metzner und LM Sebastian Lehmann geführt.

Sehr großen Wert legt die Löschgruppe 7 auf die Pflege des Kameradschaftsgeistes unter Einbeziehung der Familienangehörigen: Aktiven- und Familienwanderung, Sommergrillfest, Damenkränzchen und Weihnachtsfeier sind nur einige der regelmäßigen, jährlichen Veranstaltungen. Auch die beiden großen Prozessionen der Oberen Pfarre (Urbani- und Marienprozession) zählen zu den festen Terminen im Jahreskalender. Dabei stellen die „Kaulberger Löschmänner“ jeweils auch einige der Urbani- bzw. Mutter-Gottes-Träger. Auch das Aufstellen des Kirchweihbaumes in St. Urban und zur Laurenzikerwa ist fest im Terminkalender eingeplant.

Im Januar 2014 wurde das LF 7/41/1 ein LF 16 TS Magirus Baujahr 1966 ausgesondert. Somit ist das Zeitalter der Magirus Eckhauber in Bamberg nur noch Geschichte. Als Ersatz bekamen sie einen MKW Magirus Baujahr 1988 vom ehemaligen Technischen Zug mit dem Funkrufnamen 7/59/1. Zeitgleich wurde der Lichtmastanhänger kurz LIMA und eine Wärmebildkamera der Kaulberger Wehr zugeteilt.

Die aktive Mannschaft trifft sich zu den 14-tägigen Ausbildungen jeweils montags und freitags. Die regelmäßige Teilnahme an den Leistungsprüfungen (Wasser und Technische Hilfeleistung) ist selbstverständlich. Darüber hinaus finden turnusmäßige Begehungen besonderer Einrichtungen im Einzugsbereich der Löschgruppe (z. B. Klinikum, BRK-Seniorenzentrum Mühlenviertel u. v. m.) statt. So kann die notwendige Objektkunde für den Ernstfall gewährleistet werden.

Seit einigen Jahren ist die LG der Sondereinheit Strahlenschutz zugeteilt, was zusätzliche Ausbildungseinheiten nach sich zieht. Als Sonderausrüstung für den A-Einsatz bekam die LG 7 diverse Messgeräte und Kontaminationsschutzkleidung.

 

Wichtige Zahlen im Überblick

1860

Gründung der Feuerwehr Bamberg

1872

Umbenennung in 4. Rotte Druckmannschaft

1924

Umbenennung in 3. Kompanie mit Kompanie Führer Heinrich Munker

1946

Umbenennung in Löschgruppe 7 - Kaulberg

1984

Umzug der Löschgruppe 7 in das neue Gerätehaus am Paradiesweg

2012

140-jähriges Jubiläum der Löschgruppe Kaulberg

2022

150-jähriges Jubiläum der Löschgruppe Kaulberg

Die ehemalige Löschgruppe 5 – Gaustadt

Die Löschgruppe 5 Gaustadt entstand als Freiwillige Feuerwehr Gaustadt, welche am 01.01.1886 in der Brauerei Zenk in Gaustadt gegründet wurde. 1888 wurde die erste Hauptübung im Cherbonhof in Gaustadt, mit der damals ersten Feuerleiter, abgehalten.

Auch konnte bereits in den 1930er Jahren die erste Motorspritze TS 8 angeschafft werden; zu dieser Zeit nicht alltäglich. Im Jahre 1961, zu ihrem 75-jährigen Bestehen mit 92 aktiven Feuerwehrmännern, wurde dann das erste Feuerwehrfahrzeug (ein LF 8 OPEL Blitz) in Dienst gestellt. Dadurch wurde die Gaustadter Wehr zu einer der schlagkräftigsten im Landkreis Bamberg.

Am 01.01.1972 erfolgte die Eingemeindung der Gemeinde Gaustadt zur Stadt Bamberg und damit wurde aus der Feuerwehr Gaustadt die Löschgruppe 5 der Feuerwehr Bamberg und sie der Freiwilligen Feuerwehr Bamberg unterstellt.

Im Jahre 1981 konnte dann durch den engagierten Einsatz aller Mitglieder der Löschgruppe 5 neben der Fahrzeughalle ein eigener Unterrichtsraum umgebaut und in Betrieb genommen werden.

1986 durfte dann das 100-jährige Jubiläum begangen werden, verbunden mit einer Fahrzeugübergabe.

Aus ihrem „alten OPEL Blitz“ LF8 wurde ein „neues“ LF8 von IVECO. Fahrzeugtechnisch kam einige Jahre später ein gebrauchter Mercedes Unimog TLF 8/8 zur Löschgruppe, der einige Jahre später durch ein TLF 16/25 Bj. 1965 „Eckhauber“ ersetzt wurde.
Das TLF 16/25 wird heute noch in Eigenregie als Oldtimerfahrzeug gehalten und gepflegt und gehört quasi zum historischen Löschzug Bamberg.
Der Unimog versah noch einige Zeit bei der Löschgruppe 9 - Bug seinen Dienst und fristet nun im Feuerwehrmuseum sein Dasein.

2011 durfte dann auf das 125-jährige Jubiläum angestoßen werden, welches mit vielen Kameradinnen und Kameraden und Freunden gefeiert wurde. Leider gestaltete sich die Anfahrt am 6. Januar zur Auftaktveranstaltung für alle Teilnehmer als äußerst schwierig, da das ganze Stadtgebiet in den Morgenstunden von Blitzeis betroffen war.

Mit Beginn des Jahres 2018 wurden Überlegungen und Gespräche über eine Zusammenlegung der LG 5 – Gaustadt und der LG 6 – Domberg angestrebt, welche zwei Jahre später auch vollzogen wurde.

 

Die ehemalige Löschgruppe 6 – Domberg

Die Löschgruppe 6 nahm im Verbund der Bamberger Löschgruppen durch die Lage mitten im Weltkulturerbe eine außergewöhnliche Stellung ein. Die Fahrzeughalle war in einem Hinterhof der Neuen Residenz versteckt. Um mit den Fahrzeugen ausrücken zu können, mussten erst vier große, alte Holztore auf- und auch wieder zugeschlossen werden. Deshalb hat einst ein Spaßvogel den Spitznamen „königlich-bayerische Hinterhoffeuerwehr“ kreiert. Doch machte es auch stolz, zum Schutz solcher historisch wichtigen Gebäude zuständig zu sein.

Die Geschichte der LG 6 begann schon früh, und zwar im Jahre 1861, ein Jahr nach der Gründung der Bamberger Feuerwehr. Auf dem Michaelsberg und am Jakobsberg 6 wurden die Handpumpen, die damals im Betrieb waren, kleine Unterstellmöglichkeiten gefunden. 1899 stiftete der damaligen Kommandant Kommerzienrat Hofbauer der Feuerwehr eine Dampfspritze, die der Löschgruppe 6 übereignet wurde. Erst 2010 wurde sie aus Platzgründen in das Feuerwehrmuseum verbracht.

Im Zuge einer Umstrukturierung erhielt die Einheit 1924 die Bezeichnung „4. Kompanie Dom“. Unter dem Ortskommandanten Andreas Kohmann, der auch Mitglied der 4. Kompanie war, bekam die Löschgruppe ihr erstes Fahrzeug, einen Magirus KS 15 und eine TS 8. Für beide wurde in der Alten Hofhaltung ein Stellplatz ausgewiesen.

Nach dem 2. Weltkrieg wurde bei der Wiedergründung der Freiwilligen Feuerwehr Bamberg im Jahr 1945 die 4. Kompanie Dom in „Löschgruppe 6 - Domberg“ umbenannt. Zehn Jahre später erhielt die LG ein neues LF 32 von Mercedes, genannt „Emma“ und 1967 ein LF 8. Ein vom Katastrophenschutz übernommener SKW (Bj. 1966) kam 1968 dazu. Durch Sanierungsarbeiten in der Alten Hofhaltung wurde 1970 im Hinterhof der Neuen Resindenz eine neue Gerätehalle gebaut und der Löschgruppe 6 übergeben. Da die Unterrichte immer noch in der Gastwirtschaft „Englischer Garten“ (Bochser) abgehalten werden mussten, wurde ihnen 1977 ein Raum hinter der Domschule überlassen, den sich die Mitglieder zum Unterrichtsraum ausgestalteten.

1995 wurde das alte LF 8 gegen ein neues LF 8/6 von Magirus getauscht. Nach 41 Jahren im Dienst der LG 6 wurde der SKW im Jahre 2009 in den Ruhestand geschickt und durch einen gebraucht gekauften SW 2000 ersetzt.

Wenn die LG 6 auch nicht zu den stärksten Gruppen in den Reihen der Feuerwehr Bamberg zählte, so hat sie doch eine lange Tradition. In den Stammrollen (dem frühen Mitgliedsverzeichnis) sind die ältesten vorhandenen Eintragungen aus dem Jahre 1861. Auch finden sich hier Nachweise, dass einige Familien schon über mehrere Generationen hinweg der Löschgruppe 6 treu geblieben sind.

Neben dem Feuerwehrdienst blieb natürlich auch noch Zeit zur Pflege der Kameradschaft und der Geselligkeit. Mit einer stimmungsvollen Weihnachtsfeier, z.B. auf der Altenburg, wurde sich jedes Jahr bei den Familien für ihr Verständnis und ihre Unterstützung für die Feuerwehr bedankt.

Auch Schulklassen und Vereine freuten sich, wenn sie mit der Feuerwehr in Kontakt treten konnten, ohne dass sie wegen eines Notfalls Hilfe in Anspruch nehmen mussten.

Am 8. März 2020 – dem Coronajahr – ging nun die lange Ära dieser Löschgruppe inmitten des Weltkulturerbes zu Ende. Was bleiben wird, sind viele Erinnerungen an ein kameradschaftliches Miteinander zum Wohle der Stadt Bamberg und ihrer Bewohner.

 

Der gemeinsame Neubau

Aufgrund nicht mehr zeitgemäßer und beengter Verhältnisse an beiden Standorten in Gaustadt und am Domberg wurde die Notwendigkeit eines Neubaus schon längere Zeit erkannt. Einen geeigneten Standort zu finden, der auch den Anforderungen an ein modernes Feuerwehrgerätehaus gerecht wird, war vor allem im Altstadtgebiet der Löschgruppe 6 ein schwieriges Unterfangen. Dies war unter anderem ein Grund, über eine Zusammenlegung der beiden Löschgruppen nachzudenken. Als mit dem Standort in der Heinrich-Semlinger-Straße in Gaustadt ein geeignetes Grundstück gefunden werden konnte, wurden im Jahre 2018 die Gespräche konkreter und Planungen konnten endlich beginnen.
Die Stadtverwaltung beauftragte das Architekturbüro BAURCONSULT aus Haßfurt, um einen modernen Neubau mit drei Stellplätzen und Sozialtrakt zu planen. Es folgten eine Vielzahl an Besprechungen, um die Details zwischen Stadtverwaltung, Architekten, Fachplanern und der Feuerwehrführung abzustimmen.

Am 07.06.2019 konnte die Bauphase mit dem feierlichen Spatenstich durch Oberbürgermeister Andreas Starke eingeleitet werden. Besonders gefreut hat man sich über die gelungene Gesangseinlage einer Schulklasse aus der angrenzenden Mittelschule Gaustadt mit der Schulrektorin Frau Dörfler, die voller Zuversicht auf eine gute Nachbarschaft von Schule und Feuerwehr schaut.

In den folgenden, nur neun Monate dauernden Bauzeit entstand eine moderne Fahrzeughalle mit drei Stellplätzen, Lager- und Werkstattbereich, sowie ein zweigeschossiger Sozialtrakt mit großem Schulungsraum, Küche, Büro, Toiletten und getrennte Damen- und Herren-Umkleiden mit Duschen für insgesamt 55 Feuerwehrdienstleistende. Die sehr kurze Bauzeit für das ca. 2,4 Mio.€-Projekt war nur durch die Ausführung in moderner Holzständerbauweise möglich. Hier geht es zu der Vorstellung inklusive Video durch die Fa. BAURCONSULT.

So konnte am 08.03.2020 die feierliche Übergabe stattfinden. Der symbolische Schlüssel wurde vom Architekturbüro und OB Starke an damaligen Stadtbrandrat Matthias Moyano und beide damaligen Löschgruppenführer Mario Pederzolli und Patrick Stubenrauch übergeben. Den kirchlichen Segen für das in Dienst gestellte Gebäude spendete Pater Sunny John und Vikar Michael Heran.

Vorstellung 5 6Zum Video "Ein Rundgang durch die neue Gerätehalle der Löschgruppe 5/6 Gaustadt-Michaelsberg
(Youtube-Video)

 

Löschgruppe Gaustadt-Michaelsberg

Bereits während der Bauphase wurde der Zusammenschluss der Löschgruppe Gaustadt und Domberg durch gemeinsame Ausbildungen und Aktivitäten forciert und seit Anfang 2020 erfolgt nun auch die gemeinsame Alarmierung. Gleich bei den ersten gemeinsamen Einsätzen zeigte sich aufgrund der größeren Personalstärke eine deutliche Verbesserung der Alarmierungssicherheit auch zu ungünstigen Tageszeiten.

Das vorrangige Einsatzgebiet der Löschgruppe Gaustadt–Michaelsberg liegt im Nordwesten Bambergs und umfasst den Stadtteil Gaustadt mit den neubebauten Wohngebieten der ERBA-Insel und des MEGALITH-Geländes, sowie das Gebiet rund um Abtsberg und Michaelsberg.

Die Mannschaft wird jährlich zu ca. 40 Einsätzen und Wachbesetzungen alarmiert. Hinzu kommen Alarmübungen und Übungsdienste und Unterrichte.

Als Fahrzeuge stehen der Einheit zum Stand2021: ein LF 20 (Bj. 2013) Magirus, ein LF 8/6 (Bj. 1995) Magirus, ein Schlauchwagen SW 2000 (Bj. 1983) Mercedes-Benz, ein Schlauchanhänger und ein TSA zur Verfügung. Als besondere Aufgabenschwerpunkte ist die Löschgruppe Gaustadt-Michaelsberg noch in die Dispo-Gruppe Ölwehr und Wasserförderung eingebunden. Außerdem leisten die Kameradinnen und Kameraden eine Vielzahl an Sicherheitswachen und beteiligen sich an zahlreichen kirchlichen, kulturellen und sportlichen Veranstaltungen im Zuständigkeitsbereich.

Aufgrund der Corona-Pandemie mussten leider gleich zu Beginn der Löschgruppenzusammenführung viele Aktivitäten zur Kameradschaftspflege abgesagt werden.

Anfang 2024 musste der Schlauchwagen 2000 aufgrund eines technischen Defekts außer Dienst gestellt werden. Als Ersatz wurde der Schlauchwagen Katastrophenschutz von der Löschgruppe Nord zur Einheit Gaustadt-Michaelsberg versetzt.

Die Löschgruppe 4 - Stadtmitte ist seit 1983 in der Pfeuferstraße 18 zu Hause. Davor waren Mannschaft und Geräte jahrzehntelang in der Hainstraße bzw. am Heumarkt, im Hof der damaligen Ständigen Wache untergebracht. Durch den Neubau der Gerätehalle erhielt die LG Stellplätze für drei Feuerwehrfahrzeuge, sowie zeitgemäße Unterrichts- und Aufenthaltsräume.

Der Zuständigkeitsbereich im Einsatzfall ist in der Hauptsache das gesamte „Inselgebiet“. Dieses umfasst große Teile der Bamberger Altstadt und reicht von der Heinrichsbrücke bis zum Gelände der früheren Baumwollspinnerei „Erba“.
Bei Bedarf und im Rahmen der Tagesalarmbereitschaft kann der Zuständigkeitsbereich auf das gesamte Stadtgebiet ausgeweitet werden. Hier wird u. a. oft die Drehleiter der Löschgruppe 4 zum Einsatz gebracht. Zusätzlich steht die Einheit mit ihren Fahrzeugen auch jederzeit auf Anforderung den Feuerwehren im Landkreis Bamberg zur Verfügung.

Die aktive Mannschaft hat zurzeit ein Durchschnittsalter von ca. 35 Jahren. Hierbei ist die gesamte Altersspanne vom 16. bis zum 63. Lebensjahr vertreten. Besonders hervorzuheben ist, dass mehr als die Hälfte der Einsatzmannschaft ihre Grundausbildung innerhalb der Jugendgruppe der Bamberger Feuerwehr erhalten hat. 15 der Feuerwehrkameraden können sogar schon auf eine aktive Dienstzeit von mehr als 25 Jahren zurückblicken. Deshalb ist die Jugendgruppe auch für die Zukunft ein Garant für die Nachwuchsausbildung der zukünftigen Feuerwehrfrauen und Feuerwehrmänner der Löschgruppe 4.
Da eine gründliche und vielfältige Ausbildung die Grundlage jeder Einsatztätigkeit ist, finden jeden Montag praktische Einsatzübungen, theoretische Unterweisungen und sonstige Fortbildungsveranstaltungen statt. Hierbei profitiert die Löschgruppe von dem breiten Spektrum der Berufe ihrer Mitglieder. Ein Arzt, ein Schlosser, ein Elektroingenieur und ein Bühnentechniker bereiten gemeinsam mit den Bauhandwerkern immer wieder neue Übungsobjekte vor, in denen die zurzeit 14 Atemschutzgeräteträger unter möglichst realistischen Bedingungen den Ernstfall proben können. Dabei werden Kenntnisse in Erster Hilfe genauso vermittelt, wie das professionelle Öffnen von Türen, der Umgang mit Gefahrstoffen, sowie mit Strom und Hochspannung.
Die hohe Anzahl von selbstständig tätigen Unternehmern und Freiberuflern innerhalb der Löschgruppe 4, sowie viele dem Feuerwehrdienst gegenüber aufgeschlossenen Arbeitgebern ermöglichen auch tagsüber ein Ausrücken mindestens in Gruppen-, oftmals sogar in Zugstärke.

Der große und sehr gute Zusammenhalt innerhalb der Löschgruppe umfasst auch die Angehörigen und wird mit großer Wertschätzung als „Feuerwehrfamilie“ bezeichnet. Zu den Sonntagswachen kommen oft ganze Familien zur Wache in die Pfeuferstraße. An geselligen Zusammenkünften, wie dem Sommerfest und der Weihnachtsfeier, nehmen auch unsere passiven Mitglieder regelmäßig teil.

Derzeit (Stand: 2021) verfügt die Löschgruppe 4 über ein LF20/20, eine DLK 23/12, einen RW1 und ein MZF

 

Wichtige Zahlen im Überblick

1983

Umzug der LG 4 in die neue Gerätehalle in der Pfeuferstraße

1990

Erhalt einer DLK 23/12 von Magirus (Baujahr 1980)

2014

Erhalt einer DLK 23/12 von METZ mit 5-teiligem Leiterpark für die enge Altstadt (Baujahr 2004)

2013

Erhalt eines LF 20 von Magirus

Der Standort der Löschgruppe 3 – sowohl der historische als auch der heutige – befindet sich am Rand des für Bamberg ehemals wirtschaftlich bedeutenden Gärtner-Viertels.
Bald nach der Gründung der Feuerwehr Bamberg stellten so im Jahr 1864 auch Bamberger Gärtner zwei Rotten (7. Rotte Bamberg Nord). Sie erhielten als Ausstattung eine Saug- und Druckspritze, der nach einiger Zeit eine zweite folgte. Die beiden Spritzen wurden im Rudelschen Schulhaus, der heutigen Gangolfschule und im Deutschen Haus untergebracht.

Mit der Errichtung des Prinzregent-Luitpold-Gymnasiums, der heutige Luitpoldschule – die Einweihung erfolgte am 31. August 1901 – erhielt die Löschgruppe 3 in der von Hans Erlwein gestalteten Schule eine Gerätehalle. Diese wird noch heute als Unterrichtsraum genutzt. Fünf Jahre später – im Jahr 1906 – entstand das erste Bilddokument der Löschgruppe 3.

Im Zuge der Neueinteilung der Feuerwehr Bamberg wurde 1924 aus der 7. Rotte die 6. Kompanie. Für das Jahr 1930 sind durch Quellen folgende Ausrüstungsgegenstände belegt: eine große Schubleiter, 1. Distriktleiter, eine Saug- und Druckspritze vierrädrig, eine Saug- und Druckspritze zweirädrig, zwei Schlauchwagen mit je 180 m Schlauchmaterial und diverses Zubehör. Im Jahr 1945 erhielt die LG 3 im Rahmen der Neugründung der Feuerwehr Bamberg ihre heutige Bezeichnung.
Zwei Jahre später – im Jahr 1947 – erfolgte die offizielle Übergabe eines LF 15 Klöckner-Deutz (später Magirus) an die Löschgruppe. Im Jahr 1967 folgten ein LF 16-TS und ein TLF 8. Im Jahr 1979 konnte nach der Übergabe eines LF 8, Beladeplan II, erneut eine feierliche Fahrzeugsegnung abgehalten werden.

1984 bezog die LG 3 die Fahrzeughalle im Baubetriebsamt am Margaretendamm 40. Die alte Fahrzeughalle in der Luitpoldschule wurde zu einem modernen Unterrichtsraum umgebaut. Der Umbau wurde zum größten Teil aus eigenen Mitteln der Löschgruppe finanziert und in Eigenleistung durchgeführt. Ein RW1 ergänzt 1986 den Fuhrpark der LG 3. Er wird jedoch 1998 an die LG 4 abgegeben. Stattdessen wird der LG 3 ein LF 16/12 übergeben. Das Fahrzeug ist gleichzeitig Reservefahrzeug der Ständigen Wache Bamberg. Bis auf Kleinigkeiten ist das Fahrzeug baugleich mit dem LF der Ständigen Wache.
Im Jahr 1989 kann die LG 3 ihr 125-jähriges Bestehen feiern. 2001 wird anlässlich des 100-jährigen Bestehens der Luitpoldschule auch die 100-Jahr-Feier der Gerätehalle der Löschgruppe 3 abgehalten.

2010 erhält die LG 3 ihr derzeitiges HLF 20/20, welches wieder als baugleiches Ersatzfahrzeug für die Ständige Wache dient. Das LF 20/16 wurde an die LG 1 abgegeben.

 

Wichtige Zahlen im Überblick

1860, 16. Januar

Gründung der Feuerwehr Bamberg

1864

Gärtner stellten zwei Rotten (7. Rotte Bamberg-Nord) und erhielten eine Saug- und Druckspritze, der nach einiger Zeit eine zweite folgte. Die Spritzen waren im Rudelschen Schulhaus (Gangolfschule) und im Deutschen Haus untergebracht.

1901, 31. August

Die Luitpoldschule wird eingeweiht, und die Feuerwehr erhielt in der Schule eine neue Gerätehalle. Diese wird noch heute als Unterrichtsraum für die LG3 genutzt.

1906

Es entsteht das erste als Bilddokument bekannte Foto der LG 3.

1924

Die Feuerwehr wurde neu eingeteilt: Aus der 7. Rotte wurde die 6. Kompanie.

1930

Folgende Ausrüstungsgegenstände waren vorhanden:

  • 1 große Schubleiter
  • 1 Distriktleiter
  • 1 Saug- und Druckspritze 4-rädrig
  • 1 Saug- und Druckspritze 2-rädrig
  • 2 Schlauchwagen mit je 180 m Schlauchmaterial inkl. diversem Zubehör
1938

Auflösung der Freiwilligen Feuerwehr Bamberg und Eingliederung in die Polizei-Hilfsgruppe.

1945

Neugründung der Freiwilligen Feuerwehr; Neue Namensgebung: Löschgruppe 3.

1947

Offizielle Übergabe des LF 15 Klöckner-Deutz (heute Magirus) an die Löschgruppe.

1967

Übergabe eines LF 16 TS und eines TLF 8.

1979

Fahrzeugweihe und Übergabe eines LF 8 schwer.

1984

Bezug der Fahrzeughalle im Hof des Baubetriebsamtes, Margaretendamm 40 sowie Ausbau der alten Fahrzeughalle in der Luitpoldschule zu einem modernen Unterrichtsraum.

1986

Übergabe eines RW 1 Kat-Schutz - 1998 Abgabe an die LG 4.

1989

125-Jahr-Feier der LG 3.
lg3 1989
Auf dem Foto ist die Mannschaft der Löschgruppe 3 von 1989 zu sehen.

1998

Fahrzeugweihe und Übergabe eines LF 16/12.

2001, 31. August

100-Jahr-Feier der Luitpoldschule;
100-Jahr-Feier der LG 3-Gerätehalle.

2010

Erhalt eines HLF 20/20 von Ziegler mit hydr. Rettungssatz und interner Schaumzumischanlage.

Die Löschgruppe 2 entstand wohl, wie die meisten Löschgruppen, 1924 nach der Umorganisation des Löschwesens der Stadt Bamberg. Jeder Stadtdistrikt erhielt damals eine selbstständige Kompanie mit Gerätehaus und den notwendigen Gerätschaften. Als erstes Gerätehaus diente zunächst ein Nebengebäude der Wunderburgschule. Unterrichte und Gruppenversammlungen fanden abwechselnd in verschiedenen Gastwirtschaften statt, so z. B. in den 50er Jahren im Nebenraum des „weißen Rosses“. Zu dieser Zeit verfügte die Gruppe über eine „DL 17 von Metz“ und eine TS 8 mit Anhänger von der Firma von Paul Ludwig. Im Jahr 1960 wurde der Fuhrpark um ein LF 16-TS aus Bundeseigentum (ZS) erweitert.
Als eine der ersten Löschgruppen in Bayern legte die Löschgruppe 2, gemeinsam mit der Löschgruppe 1 (mit Sitz in der Neuerbstraße) im Jahr 1961 das gerade neu geschaffene Bayrische Leistungsabzeichen in Bronze ab.

1970 erhielt die Löschgruppe Wunderburg ein neues Fahrzeug: Ein LF 8-TS hielt Einzug und ein altes Löschfahrzeug, ein LF 25, Baujahr 1941, wurde an das Feuerwehrmuseum in Fulda abgegeben. Aus Platzgründen erfolgte in den 1980er Jahren die Weitergabe des Fahrzeugs an das Feuerwehrmuseum der Berufsfeuerwehr Stuttgart. Nach der vollständigen Restaurierung, der leider die Stadtritter auf den Fahrzeugtüren zum Opfer fielen, steht das Fahrzeug heute in einem hervorragenden Zustand in der Museumshalle in Stuttgart.
Bis in das Jahr 1972 behielt die Löschgruppe 2 ihren Standort im Nebengebäude der Wunderburgschule. Erst dann konnte, mithilfe von Spenden der Firma Müller, der Bau einer neuen Halle mit integriertem Unterrichtsraum auf dem von der Stadt zur Verfügung gestellten Grundstück in der Kapellenstraße 19 a in Angriff genommen werden. Die feierliche Einweihung fand schließlich am 16. September 1973 statt. Immer wieder wurde die Halle seither in Eigenregie umgestaltet und im Rahmen der Möglichkeiten auch modernisiert: War die Halle mit zwei Stellplätzen damals noch die Modernste im gesamten Stadtgebiet Bamberg, so galt sie bereits ab den 2010er Jahren als eine der ältesten Fahrzeughallen in entsprechendem Zustand.

Spätestens seit dem Bau eines Mehrfamilienwohnhauses auf das Grundstück vor der Gerätehalle musste sich schnellstmöglich um einen Gerätehallen-Neubau gekümmert werden; dieser kommt dabei nicht nur der „Feuerwehrversorgung“ im Stadtteil Wunderburg zugute.
Seit 1999 ergänzt das TLF 16/25 den Fuhrpark der Löschgruppe. Es ersetzte das LF 8-TS.
2004 trat die erste Kameradin ihren Dienst in der Löschgruppe und somit in der gesamten Feuerwehr Bamberg an. Sie engagierte sich als stv. Stadt-Jugendfeuerwehrwartin in der Bamberger Jugendgruppe und erleichterte jungen Mädchen den Einstieg in die Wehr, welche dadurch an den Feuerwehrdienst herangeführt werden konnten.

Neben dem „normalen“ Ausbildungsgeschehen wird in den 14-tägig jeweils freitags stattfindenden Unterrichten und Übungen auch auf den Umgang mit verschiedensten Sondergeräten und -fahrzeugen vorbereitet. Zusätzlich ist die Löschgruppe in den Gefahrgutzug der Feuerwehr Bamberg eingebunden und stellt eine Truppe, die im Bereich Absturzssicherung ausgebildet ist. Auch hier wird ein umfangreiches praktisches und theoretisches Wissen abverlangt.

Von 2008 bis 2020 stellte Matthias Moyano als Mitglied der Löschgruppe Wunderburg den Stadtbrandrat und somit Kommandanten der Bamberger Wehr. Im Jahr 2020 erfolgte dann der Wechsel an der Spitze: Florian Kaiser wurde neuer Stadtbrandrat. Auch er entspringt der Löschgruppe Wunderburg.

 

Hallenneubau gemeinsam mit der Jugendfeuerwehr

Am 12. April 2016 war es dann endlich soweit – nach langer Planung und umfangreicher Suche nach einem geeigneten Grundstück erfolgte der Spatenstich für den Neubau einer Gerätehalle in der Rotensteinstraße am Münchner Ring.

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bautafel

Bereits vor 20 Jahren wurde die Notwendigkeit geäußert, einen Ersatz für die alte Gerätehalle in der Kapellenstraße zu finden. Räumliche Enge, veraltete Einrichtung, fehlende Sanitärbereiche, eine schwere und gefährliche Ein- und Ausfahr-Situation und unzureichende Sicherheitsabstände haben den Neubau dringend notwendig gemacht.
Über mehrere Jahre hinweg wurden unterschiedliche Standorte für den Neubau ins Auge gefasst und die Rahmenanforderungen für eine Realisierung der Maßnahme geprüft, bis sich das Grundstück an der Rotensteinstraße, Ecke Münchner Ring, als geeigneter Standort herauskristallisiert hat. Parallel zu erforderlichen Grundstücksverhandlungen erfolgten die Planungen für die neue Gerätehalle.

Angesichts der verfügbaren Flächen am neuen Standort bot sich die Möglichkeit, mit dem Neubau nicht nur den Bedarf der Löschgruppe Wunderburg zu decken, sondern einen Mehrwert für die Gesamtwehr zu erzielen und zu realisieren: mit der Schaffung eines dritten Stellplatzes sowie mit Integration eines Jugendraumes und der Kleiderkammer für die Gesamtwehr in das Gebäude wurden mehrere Bedarfe in einem „Aufwasch“ gedeckt.

rohbau1 Neben den drei Stellplätzen sind geschlechter-getrennte Umkleiden und ausreichend sanitäre Einrichtungen vorhanden. Die Räume und die Fahrzeughalle wurden so groß gestaltet, dass die geltenden Sicherheitsanforderungen eingehalten und Gesundheitsgefahren für die ehrenamtlich tätigen Feuerwehrleute ausgeschlossen werden können. Der Unterrichtsraum verfügt gegenüber dem alten über etwas mehr Fläche, sodass dies der − erfreulicherweise − großen Mannschaftsstärke der Löschgruppe gerecht wird.

Am 2. April 2017 war es dann soweit: Die Schlüsselübergabe der neuen Gerätehalle, was für die Löschgruppe Wunderburg und die Jugendfeuerwehr sehnlichst erwartet wurde.
Aus diesem Anlass gaben sich neben Oberbürgermeister Starke auch Staatssekretär Thomas Silberhorn und Regierungsvizepräsident Thomas Engel die Ehre, der Veranstaltung beizuwohnen und jeweils ein Grußwort an den geladenen Kreis der Gäste, bestehend aus Vertretern der Stadtverwaltung, des Stadtrates und der ausführenden Firmen, sowie den Nachbarn und natürlich den Kameradinnen und Kameraden der Löschgruppe Wunderburg und der Jugendfeuerwehr, samt ihren Begleitungen, zu richten. Alle drei Redner betonten die Notwendigkeit des Feuerwehrdienstes allgemein und der Gerätehalle im Besonderen und lobten die Architektur des Gebäudes.
Damaliger Stadtbrandrat Moyano gab einen kurzen Abriss über die beinahe 20-jährige „Geschichte“ der Halle bis zu ihrer Realisierung. Er dankte den politischen Vertretern sowie der Verwaltung für die Realisierung der Maßnahme; den Vertretern der Kämmerei und des Immobilienmanagements sowie allen am Bau beteiligten Firmen und natürlich dem Architekturbüro Eis dankte er für die Berücksichtigung der feuerwehrtechnischen Belange bei der Bauausführung. Besonderer Dank gebührte dem Löschgruppenführer der Löschgruppe 2, der während der Bauphase regelmäßig und intensiv den Bau begleitet hat; für seinen Einsatz wurde er mit dem Bayerischen Feuerwehr-Ehrenkreuz in Silber ausgezeichnet.
Architekt Jochen Eis stellte das Bauwerk kurz vor und dankte allen Beteiligten für ihre Mitwirkung.
Anschließend folgte die Segnung der Gerätehalle durch Pfarrer Marcus Wolf und Pfarrerin Dorothea Münch.
Am Ende des offiziellen Teils folgte die Schlüsselübergabe vom Architekten Eis über Oberbürgermeister Starke an Stadtbrandrat Moyano, ehe der Festakt mit einem kleinen Umtrunk beendet wurde.

Der Umzug der Gerätschaften aus der alten Gerätehalle in der Kapellenstraße konnte in den folgenden Tagen abgeschlossen und die neue Halle in Betrieb genommen werden.

 

Wichtige Zahlen im Überblick

1924

Entstehung der Feuerwehr Wunderburg in der Wunderburgschule – Fuhrpark DL17

1960

Erhalt eines LF16-KatSchutz

1961

Abnahme des erstmals ausgetragenen Leistungsabzeichens Bayern zusammen mit LG1

1970

Erhalt eines LF-TS

1973

Umzug in die Gerätehalle in der Kapellenstraße

1999

Indienststellung eines TLF16/25

2010

Übernahme der LF16/12 von der Ständigen Wache

2016

Erhalt eines VSA (Verkehrssicherungsanhänger) vorrangig für Einsätze auf den Autobahnen

2017

Erhalt eines GW-Logistik Kat.-Schutz

April 2016

Neubau einer Gerätehalle in der Rotensteinstraße

April 2017

Bezug der neuen Gerätehalle

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