Wachleitung

Wachleiter: Stellvertretender
Wachleiter:
Andreas Sehrig Jürgen Ofen
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Organisation

Die Ständige Wache der Feuerwehr Bamberg Die Ständige Wache der Freiwilligen Feuerwehr Bamberg gehört innerhalb der Stadtverwaltung Bamberg zum Referat 5 (Sozial-, Ordnungs- und Umweltreferat) und hier zum Amt für Umwelt-, Brand und Katastrophenschutz. Dieses Amt gliedert sich in zwei Abteilungen, zum einen in die Abteilung Umwelt, zum anderen in die Abteilung Brand- und Katastrophenschutz; die Leitung der letztgenannten Abteilung obliegt der Wachleitung. Derzeit sind bei der Ständigen Wache Bamberg 40 Beamte der Qualifikationsebenen 2 und 3 (früher mittlerer und gehobenen Dienst) und 4 Angestellte beschäftigt. Das Personal verteilt sich in drei Wachabteilungen und den Tagesdienst. In den Wachabteilungen mit jeweils 12 Beamten wird 24 Stunden-Schichtdienst verrichten; hierbei beträgt die durchschnittliche Wochenarbeitszeit rund 53 Stunden.
Gesetzlich vorgeschrieben müssen an 365 Tagen im Jahr pro Schichttag mindestens sechs Feuerwehrbeamte ständig einsatzbereit vorgehalten werden. Mit einer Mindestpersonalstärke von sieben besetzten Funktionen bei der Ständigen Wache der Feuerwehr Bamberg wird die Wachzentrale durch eine Funktion besetzt und der Ausrückedienst wird nach gesetzlicher Vorgabe in Staffelstärke (1/5) abgedeckt.
Der Tagesdienst setzt sich zusammen aus der Abteilungs- / Wachleitung, dem Werkstattmeister, einem Verantwortlichen für die Feuerbeschau, der TTB Stadt Bamberg (taktisch-technische Betriebsstelle für den Bereich Digitalfunk), einem Katastrophenschutzsachbearbeiter sowie einer Verwaltungsposition.

Eine häufig gestellte Frage: „Was macht die Feuerwehr, wenn es nicht brennt?“
Der Arbeits- und Aufgabenbereich ist sehr vielfältig; er umfasst zunächst den gesetzlichen Auftrag im Einsatzdienst, den „Erstzugriff“ im Brandeinsatz bzw. im Technischen Hilfsdienst.
Eines der wichtigsten Elemente ist der Übungsdienst, welcher ein umfassendes praktisches Arbeiten mit allen Geräten im Zuge von Einsatzübungen in allen Lagen beinhaltet, stete theoretische Aus- und Fortbildung in allen Bereichen des Feuerwehrwesens sowie in der Ersten Hilfe.
Weiterhin umfasst der Aufgabenbereich der hauptamtlichen Kräfte den Arbeitsdienst, also die Wartung, Instandhaltung und Reparatur des gesamten Fahrzeug- und Geräteparks der Ständigen Wache, der zehn Löschgruppen und der Jugendgruppe der Freiwilligen Feuerwehr Bamberg sowie der Katastrophenschutzeinheit „UG-ÖEL“. Der Fuhrpark umfasst derzeit 48 Fahrzeuge und 25 Anhänger bzw. Abrollbehälter und Boote. Auch die Durchführung der gesetzlich bzw. von Herstellern oder in einschlägigen technischen Regelwerken vorgeschriebenen wiederkehrenden Prüfungen nahezu sämtlicher Ausrüstungsgegenstände, jeweils auch nach Gebrauch, wie z. B. Atemschutzgeräte, Schläuche und Armaturen, Elektrogeräte, Leitern, Leinen, Rettungsgeräten, Messgeräte, Erste Hilfe-Material u. v. m. gehört zu den täglichen Aufgaben.
Öffentlichkeitsarbeit wie z. B. Wachführungen oder Brandschutzunterweisungen sind weitere Bestandteile des Aufgabengebietes.

Tagesablauf in der Feuerwache:
Der Tag beginnt jeweils um 07:55 Uhr mit der täglichen Wachübergabe, anschließend folgt die Fahrzeugübernahme (Vollständigkeitsprüfung bzw. Funktionsprüfung von Aggregaten und Geräten). Von Montag bis Mittwoch findet täglich bis 09:30 Uhr eine Ausbildungseinheit (Theorie oder Praxis) statt. Von 09:45 Uhr bis 17:30 Uhr steht − die Mittagspause ausgenommen − Arbeitsdienst in den Fachwerkstätten auf dem Plan, wo die bereits erwähnten Instandsetzungs-, Wartungs- und Prüfarbeiten durchgeführt werden. Ab 17:30 Uhr beginnt der Bereitschaftsdienst innerhalb der Wache, bis zum nächsten Morgen.
Der Donnerstag beinhaltet nahezu ganztägig Ausbildung für die diensthabende Wachmannschaft. Von 15:00 Uhr bis 17:30 Uhr steht Dienstsport in einer Sporthalle auf dem Programm. Hierzu sind Kollegen speziell zu Sportübungsleitern ausgebildet. Planmäßig wird grundsätzlich der Freitag zur Reinigung von Fahrzeugen, Werkstätten und Fahrzeughalle genutzt; ab 15:00 Uhr steht wiederum bis 17:30 Uhr Dienstsport auf dem Programm. Der Samstag umfasst im Anschluss an die Wachübergabe und Fahrzeugübernahme Dienstsport; ab 12:00 Uhr schließt sich Bereitschaftszeit an.
Sollten einsatzrelevante Reparaturen an notwendigen Fahrzeugen und Geräten oder ähnliches anstehen, wird dies selbstverständlich auch während der Bereitschaftszeit erledigt.

Feuerwehr − kein Beruf wie jeder andere!
Bei ca. 900 Einsätzen im Jahr, die sich in ca. 40 % Brandeinsätze sowie ca. 60 % Technische Hilfeleistungs- und sonstiges Einsätze aufschlüsseln, wartet ein nicht unerhebliches Gefahrenpotential auf die Einsatzkräfte. Die Einsätze umfassen ein breit gefächertes Spektrum: angefangen beim Brandeinsatz, über Verkehrsunfälle, Gefahrgut- oder Strahlenschutzeinsätze, Leichenbergungen, Befreiung aus Aufzügen bis hin zur Unterstützung des Rettungsdienstes mit der Drehleiter bei der Rettung von verunfallten, kranken oder besonders schwergewichtigen Personen. Türöffnungen im Notfall, die Rettung von Katzen von Bäumen, die Bergung toter Tiere, das Absichern von Fenster und Türen nach Straftaten u. v. m. fallen in den Einsatzbereich der Feuerwehr. Größere Einsatzlagen können natürlich nicht alleine vom Personal der Ständigen Wache bewältigt werden; hier stehen die bereits erwähnten Kräfte aus den Löschgruppen − den ehrenamtlichen Abteilungen der Freiwilligen Feuerwehr Bamberg − bereit.

Welche Anforderungen sind notwendig, um diesen anspruchsvollen Beruf ausüben zu können? Für die Beamten der QE 2 (mittleren Dienst) ist neben den beamtenrechtlichen Voraussetzungen und der gesundheitlichen Eignung auch ein abgeschlossener Handwerksberuf gefordert. Nach bestandener schriftlicher, praktischer und sportlicher Einstellungsprüfung folgen Vorbereitungsdienst, Grundausbildung bei einer Berufsfeuerwehr mit Ausbildung zum Rettungssanitäter und anschließend die Anstellungsprüfung. Dauer: ca. 10 bis 12 Monate. Weitere spezifische Ausbildungseinheiten z. B. zum Drehleitermaschinisten, Bootsführer, Kran- und Flurförderzeugführer, u. v. m. schließen sich an. Auch EDV-Kenntnisse sind für den Dienst, z. B. in der Wachzentrale oder zur Vorbereitung von Aus- und Fortbildungsveranstaltungen unerlässlich. Nach einer Bewährungszeit von mind. vier Jahren und die entsprechende dienstliche Beurteilung vorausgesetzt, sowie in Abhängigkeit von freien Stellen kann nach Auswahl durch den Dienstherrn am Brandinspektorenlehrgang mit entsprechenden Prüfungen teilgenommen werden.
Stete Fortbildungen, Praktika, Lehrgänge und körperliche Fitness sind weiterhin unerlässlich. Stillstand bedeutet Rückschritt, dies gilt mehr denn je und insbesondere bei den Feuerwehren, wenn man die Vielfältigkeit des Aufgabenspektrums und der Verantwortung betrachtet…