Der neue Standort und seine Geschichte

Spatenstich zum Neubau am 12.04.2016

Nach langen Jahren des Wartens und Ausharrens, aber auch des Suchens und Planens war es am 12.04.2016 endlich soweit: mit dem Spatenstich für die neue Feuerwehrgerätehalle wurde eine neue Äera für die Löschgruppe Wunderburg eingeläutet.
Bereits vor 20 Jahren wurde die Notwendigkeit geäußert, einen Ersatz für die alte Gerätehalle in der Kapellenstraße zu finden. Räumliche Enge, veraltete Einrichtung, fehlende Sanitärbereiche, eine schwere und gefährliche Ein- und Ausfahr-Situation und unzureichende Sicherheitsabstände haben den Neubau dringend notwendig gemacht.
Über mehrere Jahre hinweg wurden unterschiedliche Standorte für den Neubau ins Auge gefasst und die Rahmenanforderungen für eine Realisierung der Maßnahme geprüft, bis sich das Grundstück an der Rotensteinstraße, Ecke Münchner Ring, als geeigneter Standort herauskristallisiert hat. Parallel zu erforderlichen Grundstücksverhandlungen erfolgten die Planungen für die neue Gerätehalle.

Angesichts der verfügbaren Flächen am neuen Standort bot sich die Möglichkeit, mit dem Neubau nicht nur den Bedarf der Löschgruppe Wunderburg zu decken, sondern einen Mehrwert für die Gesamtwehr zu erzielen und zu realisieren: mit der Schaffung eines dritten Stellplatzes sowie mit Integration eines Jugendraumes und der Kleiderkammer für die Gesamtwehr in das Gebäude wurden mehrere Bedarfe in einem „Aufwasch“ gedeckt.
Neben den drei Stellplätzen sind geschlechter-getrennte Umkleiden und ausreichend sanitäre Einrichtungen vorhanden. Die Räume und die Fahrzeughalle wurden so groß gestaltet, dass die geltenden Sicherheitsanforderungen eingehalten und Gesundheitsgefahren für die ehrenamtlich tätigen Feuerwehrleute ausgeschlossen werden k�nnen. Der Unterrichtsraum verfügt gegenüber dem alten über etwas mehr Fläche, sodass dies der − erfreulicherweise − großen Mannschaftsstärke der Löschgruppe gerecht wird.


Spatenstich1     Spatenstich2




Baufortschritt Ende Mai / Anfang Juni, Rohbau-Fertigstellung im Juli

Bereits sechs Wochen nach dem Spatenstich ließen sich die Konturen und Strukturen der neuen Gerätehalle deutlich erkennen; der Baufortschritt lag im Zeitplan, die Bodenplatte war gegossen, die Stützen für die Halle standen und die ersten Außen- und Innenmauern waren hochgezogen.
Zwischenzeitlich befanden sich auch die Planungen und Ausschreibungen für die Sanitäreinrichtung in Vorbereitung.


Baufortschritt1     Baufortschritt2



Nicht einmal vier Monate nach Baubeginn und rechtzeitig vor der Sommerpause war der Rohbau der neuen Gerätehalle bereits fertig gestellt. In der letzten Juli-Woche wurden lediglich noch Rest- und Demontage-Arbeiten durchgeführt. Anschließend sollte mit den Installationsarbeiten für Elektro und Sanitär begonnen werden, die sich dann über die nächsten Wochen hinzogen.


Rohbau1     Bautafel




Innenausbau - Stand September / Oktober

Von außen waren zum damaligen Zeitpunkt nur wenige Veränderungen am Neubau zu erkennen. Dafür wurden im Inneren des Gebäudes die Installationsarbeiten von Wasser, Elektro- und Lüftungstechnik durchgeführt, Die Verglasung im Unterrichtsraum wurde ebenfalls installiert. Au�erdem wurde flei�ig auf dem Dach gearbeitet; das gute Wetter war hier besonders dienlich.
Nachdem der Kran abgebaut war, konnte auch der Wasseranschluss gelegt und ein Überflurhydrant gesetzt werden. Auch mit den Fassade-Arbeiten wurde zu diesem Zeitpunkt begonnen.




Innenausbau - Stand Dezember

Nachdem Ende November die Außentüren und die Hallentore eingesetzt wurden und auch die Heizung in Betrieb genommen werden konnte, war es nun möglich, den Hallenboden zu beschichten, den Boden im 1. OG zu verlegen und die weiteren Installationen vorzunehmen, darunter die Abgasabsauganlage, aber auch die Elektrotechnik und die Wasserversorgung. Die Arbeiten dauerten bis Weihnachten an; die Installation der Küche sollte im Januar folgen.
Nach Fertigstellung der Fassade zum Münchner Ring hin wurde � trotz Temperaturen um den Gefrierpunkt � fleißig an den Außenanlagen gearbeiten. Die Gabionenwand als Barriere zum Münchner Ring wurde errichtet und markiert fortan die bislang noch offene Grundstücksgrenze.




Stand März: Errichtung der Außenanlagen

Nachdem zum Jahreswechsel nahezu allen Maßnahmen des Innenausbaus in der Gerätehalle abgeschlossen werden konnten, erfolgte Anfang des Jahres die Einrichtung der Umkleiden und der Aufbau der Schränke in der Kleiderkammer. Die letzten Restarbeiten wurden durchgeführt, sodass die Halle an sich zwischenzeitlich als fertiggestellt betrachtet werden konnte.
Nach etlichen Wochen, in denen äußerlich nur wenig Veränderung erkennbar war, konnte - mit einer kleinen, witterungsbedingten Verzögerung Anfang des Jahres - mit der letzten Maßnahme, den Außenanlagen, begonnen werden. Nahezu täglich waren hier Fortschritte erkennbar: Randsteine wurden gesetzt, die Zufahrten und Parkplätze gepflastert; auch die Pflanzung der Bäume und die Aufstellung der Laternen folgten.




Hallen-Segnung und Schlüsselübergabe am 02.04.2017

Die schlussendliche Fertigstellung der Fahrzeughalle der Löschgruppe Wunderburg, in der auch die Jugendgruppe untergebracht wird und die Kleiderkammer für die ehrenamtlichen Kameraden der Gesamtwehr eingerichtet wird, rückte in greifbare Nähe. Und so wurde von den Kameradinnen und Kameraden der Löschgruppe Wunderburg und von den Mitgliedern der Jugendgruppe der 02.04.2017 sehnlichst erwartet: denn an dem Tag sollte � nach nicht einmal einem Jahr Bauzeit � die neue Gerätehalle an die Feuerwehr übergeben werden.
Aus diesem Anlass gaben sich neben Oberbürgermeister Starke auch Staatssekretär Thomas Silberhorn und Regierungsvizepräsident Thomas Engel die Ehre, der Veranstaltung beizuwohnen und jeweils ein Grußwort an den geladenen Kreis der Gäste, bestehend aus Vertretern der Stadtverwaltung, des Stadtrates und der ausführenden Firmen, sowie den Nachbarn und natürlich den Kameradinnen und Kameraden der Löschgruppe Wunderburg und der Jugendgruppe, samt ihren Begleitungen, zu richten. Alle drei Redner betonten die Notwendigkeit des Feuerwehrdienstes allgemein und der Gerätehalle im Besonderen und lobten die Architektur des Gebäudes.
Stadtbrandrat Moyano gab einen kurzen Abriss über die beinahe 20-jährige „Geschichte“ der Halle bis zu ihrer Realisierung. Er dankte den politischen Vertretern sowie der Verwaltung für die Realsierung der Maßnahme; den Vertretern der Kämmerei und des Immobilienmanagements sowie allen am Bau beteiligten Firmen und natürlich dem Architekturbüro Eis dankte er für die Berücksichtigung der feuerwehrtechnischen Belange bei der Bauausführung. Besonderer Dank gebührte dem Löschgruppenführer der Löschgruppe 2, der während der Bauphase regelmäßig und intensiv den Bau begleitet hat; für seinen Einsatz wurde er mit dem Bayerischen Feuerwehr-Ehrenkreuz in Silber ausgezeichnet.
Architekt Jochen Eis stellte das Bauwerk kurz vor und dankte allen Beteiligten für ihre Mitwirkung.
Anschließend folgte die Segnung der Gerätehalle durch Pfarrer Marcus Wolf und Pfarrerin Dorothea Münch.
Am Ende des offiziellen Teils folgte die Schlüsselübergabe vom Architekten Eis über Oberbürgermeister Starke an Stadtbrandrat Moyano, ehe der Festakt mit einem kleinen Umtrunk beendet wurde.

Der Umzug der Gerätschaften aus der alten Gerätehalle in der Kapellenstraße konnte in den folgenden Tagen abgeschlossen und die neue Halle in Betrieb genommen werden.

An dieser Stelle gilt es, nochmals allen Baufirmen für ihre solide Arbeit Dank zu sagen, und auch allen sonst Beteiligten, die bei der Umsetzung des Bauvorhabens zielgerichtet die Belange der Feuerwehr berücksichtigt und umgesetzt haben, gilt unser Dank; die Kameraden/innen der Löschgruppe Wunderburg und die Mitglieder der Jugendgruppe freuen sich über „ihr“ neues Gerätehaus.