THL-Einsätze 2007


Auswahl an Hilfeleistungseinsätzen - Übersicht:

Pfeil   13.08.2007 - Gefahrguteinsatz - Säure tritt aus  
Pfeil   21./22.07.2007 - Einsatz nach schwerem Unwetter im Landkreis Forchheim  
Pfeil   24.06.2007 - Vermisste Person in Wasser  
Pfeil   18.01.2007 - Orkan „Kyrill“ hält Einsatzkräfte in Atem  
Bitte Pfeile anklicken



Archiv:

2015 2014 2013 2012
2011 2010 2009 2008
2007 2006 2005 2004 und früher
Bitte Jahreszahlen anklicken



Einsatzberichte:

TOP  Gefahrgut-Einsatz - Säure tritt aus, 13.08.2007

Am 13.08.2007, 06:39 Uhr wurde der Gefahrgutzug der Feuerwehr Bamberg mit der Meldung, dass bei einer Firma in Bamberg Wasserstoffperoxid und Natronlauge austreten und chemisch reagieren, alarmiert. Durch einen technischen Defekt gelangte die Natronlauge in eine angrenzende Bodenablauf-Rinne. Hier begann diese in Verbindung mit dem unedlen Metall der Ablaufrinne zu reagieren. Dabei entstanden ätzende Dämpfe und eine Gaswolke, die sich in der Fertigungshalle ausbreitete.
Es wurde ein Feuerwehr-Trupp unter CSA-Vollschutz in die Halle geschickt, um das Leck abzudichten und die Be- und Entlüftung der Halle zu aktivieren. Dadurch dass nur geringe Mengen ausgelaufen waren und das Leck schnell abgedichtet werden konnte, ist kein größerer Schaden entstanden.
Eingesetzt wurde ein Trupp unter Chemikalienvollschutz, ein Rettungstrupp mit Chemikalienvollschutzanzug, ein Trupp mit Atemschutz sowie ein sog. Schmutzig-Mann mit Atemschutzmaske und Filter zur Reinigung des Angrifftrupps.

Alarmiert war der Gefahrgutzug, bestehend aus der Ständigen Wache sowie den Löschgruppen 1, 3 und 4, die UG-ÖEL und die Tagesalarmbereitschaft LG 5 und 6 zur Wachbesetzung. Auch das Umweltamt der Stadt Bamberg wurde über den Vorfall in Kenntnis gesetzt und alarmiert. Insgesamt eingesetzt waren etwa 50 Mann. Das Einsatzende war gegen 08:45 Uhr.

                        

Zum Vergrößern, Bild anklicken

Text- und Bild-Quelle:
Ewald Pfänder, LG 1





TOP  Einsatz nach schwerem Unwetter im Landkreis Forchheim, 21./22.07.2007

In den frühen Morgenstunden, exakt um 04:04 Uhr, ging am 22. Juli der Hilferuf aus dem Landratsamt Forchheim in der Feuerwehreinsatzzentrale der Stadt Bamberg ein. Zwei Löschgruppen der Freiwilligen Feuerwehr und in der Folge noch Mitarbeiter der Abteilung Kanalunterhalt des Städtischen Entsorgungs- und Baubetriebes beteiligten sich bis zum 1. August am Krisenmanagement und den Aufräumarbeiten im Nachbarlandkreis.
Die Regenflut am 21./22. Juli in den Landkreisen Erlangen-Höchstadt und Forchheim kam ohne Vorwarnung und erreichte rasch Ausmaße, die eine Unterstützung der benachbarten Gemeinden und Landkreise erforderlich machte. Ebenso schnell, professionell und unbürokratisch folgte die Reaktion auch aus Bamberg. Die umgehende Alarmierung der Löschgruppen 3 (Bamberg-Nord) und 5 (Gaustadt) der Freiwilligen Feuerwehr Bamberg startete den Einsatz im Katastrophenschutzgebiet. Vier Einsatzfahrzeuge mit Pumpen und weiterem technischen Gerät und insgesamt 19 Personen kamen dabei in Langensendelbach zum Einsatz: Zahlreiche überflutete Keller mussten überprüft und teilweise ausgepumpt werden. Gegen 15:00 Uhr konnte die Aktion beendet werden.

Die Mannschaft, bestehend aus Kameraden der Löschgruppen 3 und 5

Unwetter     Unwetter


Im Zuge der Aufräumarbeiten waren in den folgenden Tagen mehrere „Kanaler“ aus dem Entsorgungs- und Baubetrieb der Stadt zur Hilfeleistung im Flutgebiet tätig. Auf Anfrage der Stadt Baiersdorf wurden spezielle Reinigungsfahrzeuge eingesetzt, um die durch die Wasser- und Schlammmassen verstopften Sinkkästen auszusaugen und zu säubern. Dank dieser Maßnahme konnte die Leistungsfähigkeit der Kanalisation zügig wiederhergestellt werden. Zwei Fahrzeuge und sechs Mitarbeiter waren hierzu im Zeitraum 28. Juli bis zum 1. August freiwillig bzw. im Rahmen der normalen Dienstzeit beschäftigt.

Schäden infolge der Regenflut

Unwetter     Unwetter


Oberbürgermeister Andreas Starke bedankte sich bei allen Bamberger Helfern, die an diesem Katastropheneinsatz mitgewirkt haben. „Durch ihr ehrenamtliches und freiwilliges Engagement konnte das Leid der von der Regenflut betroffenen Bürgerinnen und Bürger gemindert werden. Gemeinsam anpacken, wenn es darauf ankommt - ihr Einsatz ist ein großartiger Solidaritätsbeweis, der zeigt wie professionelle und bürgerschaftliche Hilfeleistung effizient zusammenwirken können.“

Text-Quelle:
Amtsblatt / „RathausJounrnal“ der Stadt Bamberg, Ausgabe 17, 2007

Bild-Quellen:
FF Bamberg und Entsorgungs- und Baubetriebsamt






TOP  Vermisste Person in Wasser

In den frühen Sonntag-Morgen-Stunden (gegen 04:00 Uhr) wurde die Ständige Wache mit der Meldung alarmiert, dass eine Person vermisst wird und sich diese im Wasser in der Nähe des Jahn-Wehrs befinden solle. Aufgrund dieser Alarmmeldung rückten neben den Kräften der Ständigen Wache auch die Wasserwacht, das BRK und weitere Rettungskräfte aus.
Parallel zu den ersten Einsatzmaßnahmen konnte nach einiger Zeit die Wohn-Anschrift der vermissten Person ausfindig gemacht werden. Da sich auch dort niemand meldete und die Türe öffnete, fuhr die zwischenzeitlich alarmierte Wachbesetzung der Feuerwehr zu dessen Wohnung, um bei der Türöffnung behilflich zu sein. Nach kurzer Zeit stellte sich jedoch glücklicherweise heraus, dass sich die vermisste Person doch in ihrer Wohnung befand. Sie war wohl nach Feierlichkeiten nach Hause gegangen, während sie von Freunden als vermisst gemeldet wurde.

Neben der Ständigen Wache, die am Jahn-Wehr vor Ort war, waren auch die Kräfte der Löschgruppe 2 zur Wachbesetzung und die Drehleiter-Bereitschaft der Löschgruppe 1 im Einsatz.





TOP  Orkan „Kyrill“ - Feuerwehr Bamberg im Dauereinsatz

Wie nahezu in ganz Deutschland so war auch die Bamberger Feuerwehr während der Orkans „Kyrill“ über die Lande zog im Dauereinsatz. Alle Löschgruppen der Feuerwehr Bamberg waren im Laufe des Abends des 18.01.2007 ab etwa 16:15 Uhr im Einsatz und damit beschäftigt, Sturmschäden zu beseitigen. Zahlreiche umgestürzte und umzustürzen drohende Bäume mussten beseitigt und die Sicherung von Bau-Gerüsten und abgedeckten Dächern vorgenommen werden.

Bis zum späten Abend rückten die Kräfte der Feuerwehr in der Stadt rund 40 Mal aus. Durch herabstürzende Dachziegel wurden zahlreiche geparkte Autos beschädigt, in der Luitpoldstraße drückte der Sturm Schaufensterscheiben ein. In der Siemensstraße gab es für die Autofahrer kein Durchkommen mehr, hier flogen Blechteile eines Daches des Hochhauses umher.
Verletzt wurden während des Sturm zum Glück nur wenige Personen, schwere Verletzungen erlitt niemand.
Der Schienenverkehr wurde aus Sicherheitsgtründen durch die Deutsche Bahn gegen 19:00 Uhr eingestellt, sodass vom Bahnhof für zahlreiche Reisende kein Fortkommen mehr möglich war und diese zu einer ungewollten Pause gezwungen wurden.

Einsatzbilder finden Sie unter diesem Link