THL-Einsätze 2005


Auswahl an Hilfeleistungseinsätzen - Übersicht:

  28.11.2005 - Zirkuszelt droht unter Schneelast einzustürzen  
  08.10.2005 - schwerer Verkehrsunfall auf der A 73  
  04.10.2005 - Gefahrgut-Unfall bei der Firma Wieland  
  02.06.2005 - schwerer Verkehrsunfall auf der A 73  
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Einsatzberichte:

 Zirkuszelt droht unter Schneelast einzustürzen, 28.11.2005

Schwere Schneefälle setzten am 28.11. nicht nur den Autofahrern zu. Auch der in Bamberg gastierende Zirkus Roncalli hatte mit den in kurzer Zeit gefallenen, großen Schneemassen während des Zelt-Aufbaus Probleme. Nachdem das Zeltdach aufgestellt wurde, hatte es derart stark zu schneien begonnen, dass die Seitenwände nicht mehr am Zelt angebracht werden konnten. Somit konnte das Zelt noch nicht geheizt werden, sodass der Schnee auf dem Dach des Zirkuszeltes liegen bleiben konnte und nicht wegtaute. Durch das zunehmende Gewicht des Schnees auf dem Dach drohte das Zelt in Schieflage zu geraten. Die Plane stand kurz davor zu zerreißen.
Daher wurde die Tagesalarmbereitschaft - bestehend aus den Löschgruppen 2 und 4 - zum Zirkus beordert, um das Zeltdach von der etwa 15 cm dicken Schneelast zu befreien. Bewerkstelligt wurde dies durch Abspritzen des Schnees mit einem Wasserstrahl. Von der Drehleiter aus konnten auch die Schneemassen auf der Spitzes des Zirkuszeltes entfernt werden.
Anschließend wurden rasch die Zeltwände angebracht und das Zelt beheizt.

Mittels Wasserstrahl wurde das Zirkuszelt vom Schnee befreit

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Informationsgrundlage und Bild mit freundlicher Genehmigung der Zeitung Fränkischer Tag




 Schwerer Verkehrsunfall auf der A 73 am 08.10.2005, ca. 20:35 Uhr

Am Samstag, 08.10.2005 ereigneten sich innerhalb einer Stunde zwei Verkehrsunfälle im Bamberger Landkreis, bei welchen beide Male jeweils eine Person ihr Leben lassen musste.
Während die Feuerwehren Rattelsdorf und Breitengüßbach gegen 19:50 Uhr zu einem Verkehrsunfall auf die B 4 gerufen wurden, wurde die Ständige Wache gegen 20:35 Uhr zu einem Unfall auf der Autobahn 73 alarmiert, zu dem die Löschgruppe 2 später nachalarmiert wurde. Bei letzterem Unfall befuhr ein 40-Jähriger aus Bamberg kommend mit seinem BMW Richtung Nürnberg auf der rechten Spur der Autobahn 73, als kurz vor der Anschlussstelle Hirschaid der BMW frontal von einem 28-Jährigen Nürnberger, der mit sehr großer Geschwindigkeit genähert hat, von hinten gerammt wurde. Durch den Aufprall schleuderten beide Fahrzeuge gegen die Mittelleitplanke.

Vom Heck des gerammten BMW blieb nichts mehr übrig

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Auch ein zufällig an der Unfallstelle vorbeifahrender Notarzt konnte nicht verhindern, dass der BMW-Fahrer seinen schweren Verletzungen noch an der Unfallstelle erlag. Der entstandene Sachschaden wird auf 22.000 Euro geschätzt.
Durch den Aufprall wurden Fahrzeugteile soweit auf die Autobahn geschleudert, sodass diese in Fahrtrichtung Nünberg durch die Löschgruppe 2 und die Polizei vollständig gesperrt werden musste.
Im Zuge dieser Absperrmaßnahme ereignete sich ein weiterer Unfall, bei dem ein PKW in die Absperrung der Polizei fuhr. Der Unfall ging glimpflich aus - es gab nur einen Blechschaden. Bei größerer Umsicht des Autofahrers und korrekter Absperrung hätte dieser Unfall sicherlich vermieden werden können.

Informationsgrundlage und Bild mit freundlicher Genehmigung der Zeitung Fränkischer Tag




 Gefahrgut-Unfall bei der Firma Wieland am 04.10.2005, ca. 14:30 Uhr

Am 04.10. kam es bei der Firma Wieland zu einer chemischen Reaktion in einem Fass, das einen Gefahrgut-Einsatz der Feuerwehr nach sich zog. In ein Fass mit Wasserstoffperoxid war eine nicht genauer bekannte Substanz geraten, die die Bildung von Blausäre auslöste. Bemerkt wurde die Reaktion von den Mitarbeitern durch die sichtbare Entwicklung von Däpfen und durch das Anschlagen eines entsprechenden Gas-Sensors.
Daraufhin wurde die Ständige Wache zur Einsatzstelle und die Löschgruppen 2 und 4 zur Wachbesetzung alarmiert. Noch auf der Anfahrt zur Einsatzstelle wurde die Wachbesetzung ebenfalls dorthin beordert. Parallel dazu wurde die Löschgruppe 6 zur Wachbesetzung alarmiert.

Im leichten Chemieschutz-Anzug, in welchem die Einsatzkräfte vor Ort vorgingen und tätig wurden, wurde die Lösung verdünnt sowie die entstandenen Dämpfe niedergeschlagen. Nach etwa zwei Stunden konnte die Einsatzstelle wieder geräumt und an die Firma Wieland übergeben werden.

Konzentrationsmessungen an der Schadenstelle ergaben, dass zu keinem Zeitpunkt eine Gefähr für die Mitarbeiter, geschweige denn für die Einwohner oder Arbeiter der anderen Firmen bestand. Die Mitarbeiter wurden vorsorglich ambulant untersucht, Verletzungen wurden nicht festgestellt.

Blick auf die Einsatzstelle; im Gebäude links befand sich der Einsatzort

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Informationsgrundlage und Bild mit freundlicher Genehmigung der Zeitung Fränkischer Tag




 Schwerer Verkehrsunfall auf der A 73 am 02.06.2005

Ein schwerer Verkehrsunfall ereignete sich am 02.06.2005 auf der A 73, bei dem ein LKW-Fahrer auf einen vorausfahrenden LKW aufgefahren ist. Warum der LKW-Fahrer aufgefahren ist, ist derzeit nicht bekannt.

Der LKW kam auf der linken Fahrspur an der Mittelleitplanke zum Stehen

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Der Fahrer war im Führerhaus eingeklemmt und musste von der Feuerwehr befreit werden

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