Brandeinsätze 2011



Dachstuhlbrand in Wildensorg, 03.11.2011

Mitten am Tag wurde die Feuerwehr Bamberg zu einem Dachstuhlbrand nach Wildensorg gerufen. Aufgrund des Alarmstichwortes wurden zeitgleich mit der Alarmierung der Ständigen Wache auch die Löschgruppe Wildensorg sowie die Tagesalarmbereitschaft der Feuerwehr Bamberg alarmiert, sodass die Einsatzmittel ausreichend waren; allerdings wurde im Laufe des Einsatzes noch die Drehleiterbereitschaft alarmiert, um eine zweite Drehleiter zum Einsatz bringen zu können.

Beim Eintreffen an der Einsatzstelle bot sich den Einsatzkräften ein silvester-ähnliches Szenario: da im Dachboden des Gebäudes Munition für Jagdgewehre (rechtmäßig) gelagert wurden, wurden diese durch die Hitzeeinwirkung des mittlerweile weit ausgebreiteten Feuers zur Explosion gebracht.
Aufgrund dieser Situation und da nicht sofort sicher geklärt werden konnte, ob sich außer Gewehrpatronen auch andere Munition im Haus befindet, konnte zunächst kein Innenangriff gefahren werden. Auch mussten die übrigen Einsatzmaßnahmen grundsätzlich aus der Deckung heraus unternommen werden. Der Löschangriff wurde dann über das Wenderohr der Drehleiter und ohne Besetzung des Leiterkorbes von außen vorgenommen. Erst als über den Wohnungseigentümer sicher abgeklärt werden konnte, dass sich keine sonstige Munition im Objekt befindet, wurde ein Trupp in den Treppenraum zum Innenangriff entsandt, um eine Brandausbreitung über das Treppenhaus in die darunter liegenden Geschosse zu unterbinden.
Zwar konnte über den Außenangriff über die Drehleiter ein Einsatzerfolg eingestellt werden, doch musste dadurch ein Wasserschaden in Kauf genommen werden. Das Ablöschen der einzelnen Glutnester erfolgte, nachdem die Munition explodiert und die Einsatzstelle weiter abgekühlt war (zügige Wärmeabfuhr war ja durch den offenen Dachstuhl gewährleistet), durch mehrere Trupps nacheinander unter Atemschutz.

Da der gesamte Dachstuhl ausgebrannt war und die Existenz weiterer Glutnester nicht ausgeschlossen werden konnte, übernahm die orts-zuständige Löschgruppe Wildensorg die Brandwache. Nach mehrmaliger Kontrolle der Einsatzstelle mit Wärmebildkamera und dem Nachlöschen einzelner Stellen, konnte die Einsatzstelle durch die Polizei versiegelt werden; tags darauf wurden die Ermittlungsarbeiten zur Brandursache durch die Kripo aufgenommen.





Aufgrund der andauernden Explosionen von Munition konnte zunächst kein Innenangriff durchgeführt werden; stattdessen wurde über das Wenderohr der Drehleiter ein Außenangriff gefahren.

Bild5

Bild3

Bild2

Bild6



Das rechte Fenster ist das Fenster im Treppenhaus. Die Brandausbreitung über das Treppenhaus nach unten musste in jedem Fall vermieden werden; dies geschah durch einen entsprechenden Innenangriff.

Bild1




Bild-Quelle:
Ronald Rinklef, Fränkischer Tag / inFranken.de



zurück zur Einsatz-Seite 2011