Brandeinsätze 2011



Dachstuhlbrand am Heumarkt, 16.03.2011

In der Dunkelheit der Nacht war zum Teil die »Anfahrt auf Sicht« zur Einsatzstelle am Heumarkt möglich. Meterhoch schlugen die Flammen bereits beim Eintreffen der Feuerwehr aus dem Dach des Anwesens.
Nur durch massiven Wassereinsatz über zwei Wenderohre der Drehleitern, die in diesem Bereich auf beiden Gebäudeseiten aufgestellt werden konnten, konnte das Feuer eingedämmt und vermieden werden, dass sich der Brand auf die angrenzenden Gebäude und Gebäudeteile ausbreitet. Trotz Brandwand zum Nachbargebäude mussten kleinere Glimmnester auch jenseits dieser Wand im Nachbaranwesen mittels Kübelspritze abgelöscht werden; ein größerer Schaden ist dort aber nicht entstanden. Auch zur anderen Seite des Dachstuhls hin zum Nebengebäude konnte gerade noch rechtzeitig ein größerer Feuer- und Rauchschaden vermieden werden.
Langwierig und aufwendig gestalteten sich die Nachlöscharbeiten, das sich das Feuer tief in die Zwischendecke und in die Zwischenräume der Raumwände und der Ziegeln im steilen Bereich des Daches hineingefressen hatte. Der Holzboden des Dachbodens musste an mehreren Stellen mit Kettensägen geöffnet werden, um die Glutnester ablöschen zu können.
Nicht vermeiden ließ sich ein Wasserschaden, der die Ebenen des insgesamt fünfgeschossigen Gebäudes unterschiedlich stark in Mitleidenschaft zog. Zur Verringerung des Wasserschadens wurde frühzeitig das vom Dachstuhl durchdringende Löschwasser so gut wie möglich mittels Wassersaugern aufgenommen.

Zur Bekämpfung des Feuers waren etwa 50 Mann aus den Löschgruppen »Stadtmitte«, »Dom« und in Teilen auch aus der zunächst zur Wachbesetzung alarmierten Löschgruppe »Kaulberg« eingebunden. In den frühen Morgenstunden mussten einzelne Einsatzkräfte herausgelöst werden, um ihren unaufschiebbaren beruflichen Verpflichtungen nachkommen zu können; zur Verstärkung der Einsatzmannschaft wurde daher gegen 06:30 Uhr die Löschgruppe »Wunderburg« alarmiert.
Gegen 09:30 Uhr konnte der Einsatz beendet und die Einsatzkräfte der Feuerwehr abgezogen werden. Zur Ermittlung der Brandursache hat die Kriminalpolizei die Ermittlungen aufgenommen.
Im Laufe des Tages wurden mehrfach Brandnachschauen durch die Ständige Wache durchgeführt, um sicher zu gehen, dass auch alle Glutnester abgelöscht waren.





Meterhoch schlugen die Flammen bereits beim Eintreffen der Feuerwehr aus dem Dachboden des Mansard-Daches

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Über die Wenderohre der beiden Drehleitern konnte das Feuer eingedämmt werden, ehe es sich weiter ausbreiten konnte

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Beinahe gespenstisch scheinen die Scheinwerfer der Feuerwehr durch das „Gerippe“ des ausgebrannten Dachstuhls...

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Bild-Quelle:
Fränkischer Tag / inFranken.de
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