Brandeinsätze 2010



Zimmerbrand am Eichendorffplatz, 31.01.2010

Eine verwüstete Wohnung und sieben Menschen, die mit Verdacht auf Rauchvergiftung ins Klinikum gebracht werden mussten: Das ist die Bilanz eines Brandes, der am 31.01.2010 gegen 13 Uhr in einem sechsstöckigen Wohnhaus am Eichendorffplatz ausgebrochen ist. Die meisten Bewohner kamen mit dem Schrecken davon.
Wie Stadtbrandrat Matthias Moyano mitteilte, haben mehrere Anwohner kurz nach 13 Uhr die Feuerwehr alarmiert. übereinstimmend meldeten sie eine starke Rauchentwicklung, so dass die zweithöchste Alarmstufe ausgerufen wurde. Zusammen mit der Ständigen Wache rückte die Löschgruppe 1 aus. Die Löschgruppe 2 wurde alarmiert, um sich bereitzuhalten, falls Verstärkung nötig gewesen wäre. Insgesamt waren 45 Mann im Einsatz; die Löscharbeiten koordinierte Stadtbrandinspektor Andreas Rauh.

Zu dem Zeitpunkt, als die Feuerwehr am Eichendorffplatz eintraf, hatte sich die 40-jährige Frau, in deren Wohnung der Brand ausgebrochen war, bereits in Sicherheit bringen können. Zusammen mit ihrem fünf Jahre alten Kind war sie aus dem Haus geflüchtet und musste sofort versorgt werden. Durch das öffnen der Wohnungstür, zu der die Frau geflüchtet war, war der Rauch ausgetreten und hatte sich über das Treppenhaus bis in die oberen Stockwerke verteilt. Die Feuerwehr stand vor der Entscheidung, ob sie die 42 Bewohner evakuieren muss oder nicht. Auf diese einschneidende Maßnahme konnte dann verzichtet werden. Laut Moyano war aber ein älteres Ehepaar, das direkt über der ausgebrannten Wohnung lebt, besonders verängstigt. Die Feuerwehrleute kletterten über eine Leiter von außen auf den Balkon des Ehepaares und konnten es beruhigen. Durch die Vorgehensweise konnte vermieden werden, dass aus dem verrauchten Treppenraum in die Wohnung des älteren Ehepaares eindrang.

Für Aufsehen sorgte ein Polizeihubschrauber, der über dem Haus kreiste und schließlich landete. Nach Auskunft des Stadtbrandrats war der Hubschrauber aber nicht angefordert worden. Er befand sich zufällig in der Nähe und die Besatzung fragte an, ob sie gebraucht werde, um Menschen vom Dach zu retten. Das war aber glücklicherweise nicht nötig. Niemand flüchtete auf das Dach. Auch die in Bereitschaft gehaltene Drehleiter musste nicht eingesetzt werden.

Nach Auskunft von Moyano sind außer der 40-jährigen Frau und ihrem Kind noch fünf weitere Bewohner mit Verdacht auf Rauchvergiftung ins Klinikum gebracht worden, nachdem diese durch das verrauchte Treppenhaus geflüchtet sind.
Die Kriminalpolizei ermittelt noch hinsichtlich der Brandursache.




Starke Rauchentwicklung war an der Gebäuderückseite festzustellen; gebrannt hatte es in einer Wohnung im EG.
Auf dem oberen Bild zu erkennen: das etwas aufgebrachtere Ehepaar auf dem Balkon im 1. OG.

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Um das Ehepaar im 1. OG zu beruhigen, ging ein Trupp der Feuerwehr über Steckleiter auf den Balkon und von dort in die Wohnung der beiden Personen vor, um diese zu beruhigen.

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Blick in das Zimmer, in welchem der Brand ausgebrochen war

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Text- und Bild-Quelle:
Fränkischer Tag / inFranken.de



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