Brandeinsätze 2010



Zimmerbrand im Aufseesianum, 07.01.2010

Mit dem Schrecken und zum Teil mit leichten Rauchvergiftungen kamen in der Nacht vom 06. auf 07.01. neun Mädchen aus dem Aufseesianum davon, als gegen 00:30 Uhr in einem Abstellraum im Obergeschoss des zweigeschossigen Nebengebäudes Feuer ausgebrochen war. Auf dem Weg zur Toilette bemerkte eines der Mädchen das Feuer und weckte die sieben Freundinnnen, die ebenfalls in dem Geschoss in ihren Zimmern geschlafen hatten. Sie konnten gerade noch rechtzeitig das Haus verlassen, bei vier von ihnen bestand allerdings Verdacht für eine Rauchgasvergiftung; sie mussten zur Beobachtung ins Klinikum eingeliefert werden.
Ein weiteres Mädchen aus einem angrenzenden Gebäude wurde ebenfalls in Sicherheit gebracht und betreut.

Beim Eintreffen der Kräfte der Ständigen Wache hatten die Mädchen bereits das Gebäude verlassen. Die Lage war aufgrund ein undeutlichen Alarmmeldung auf der Anfahrt für die Feuerwehr zunächst unklar. Die noch vor der Feuerwehr vor Ort eingetroffene Polizei meldete, dass bereits in fortgeschrittener Brand auffällig war, sodass die Alarmstufe umgehend erhöht und zunächst die Löschruppe 6 und kurze Zeit später noch die Löschgruppe 4 und die UG-ÖEL alarmiert wurden.
Die Brandbekämpfung wurde zunächst über die einzige Treppe vorangetrieben. Parallel dazu versuchte ein zweiter Trupp, über Steckleiter vorgehend, die Zimmer nochmals zu durchsuchen, da die Meldung, dass alle Mädchen in Sicherheit seien, zu dem Zeitpunkt noch nicht gesichert war.
Nachdem die Suche negativ verlaufen war, konnte konzentriert und von den freiwiligen Kräften unterstützt die Brandbekämpfung vorangetrieben werden. Eine geraume Zeit war unklar, ob sich die Flammen bereits in den Dachstuhl gefressen hatten, zumal der Zugang zum Dachboden über eine verschraubte Dachluke behindert wurde. Es stellte sich schnell heraus, dass der Dachstuhl zwar verracht, nicht aber vom Brand beeinträchtigt war. Zur Rauchabführung aus dem Dachboden wurden von außen über Steckleiter einige Ziegel entfernt.
Zwar konnte das Feuer rasch unter Kontrolle gebracht werden, die Löscharbeiten dauerten allerdings an, da die Fehlbodendecke geöffnet werden musste und immer wieder neue Glutnester aufflackerten.
Im Einsatz befanden sich zwei Steckleitern, drei C-Rohre, ein Hochleistungslüfter. Etwa 10 Trupps unter schwerem Atemschutz konnten das Feuer bis etwa 03:00 Uhr weitestgehend ablöschen.
Aber auch durch die Brandwache, die bis ca. 07:30 Uhr vor Ort war, mussten noch einzelne Glutnester abgelöscht werden.

Die gute Zusammenarbeit mit den Kräften der Polizei und des Rettungsdienstes ist an dieser Stelle erwähnenswert.




Der Zugang zur Personensuche erfolgte unter anderem über Steckleiter

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Immer wieder flackerten Glutnester auf...

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Der Flur des gesamten Obergeschosses war teils massiv verraucht

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Der ausgebrannte Abstellraum

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Bild-Quelle:
Fränkischer Tag / inFranken.de



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