Brandeinsätze 2009



Trafo-Explosion bei der Fa. Trench Germany, 15.05.2008

Am Freitag Morgen ereignete sich in der Ofenhalle bei der Fa. Trench Germany GmbH in der Nürnberger Straße eine Explosion bei der routinemäßigen Prüfung eines Trafos. Die näheren Umstände für die Auslösung der Explosion sind derzeit nicht bekannt.
Durch die Trafo-Explosion wurden neun Personen verletzt, wobei nur einer durch kleinere Splitter Schnittwunden erlitt. Durch das Bersten des Trafos wurde das dort zur Isolierung eingesetzte Schwefelhexafluorid freigesetzt. Dieses Gas ist wesentlich schwerer als Luft und sammelt sich in Bodennähe, sodass es erforderlich war, unter Berücksichtigung der Windrichtung die in der Nähe der Ofenhalle befindliche Kantine, die über ein Untergeschoss verfügt, zu evakuieren. Aufgrund des leichten Windes verflüchtigte sich das Gas, das weder giftig noch ätzend ist, jedoch schnell, sodass weder für die Mitarbeiter noch für die Personen der umliegenden Gebäude eine Gefahr bestand.

Die Hauptaufgabe der Feuerwehr nach der Räumung der Gebäude bestand darin, den noch vor sich hin-kokelnden, auf der Seite liegenden Trafo abzulöschen, wobei es mit der Kriminalpolizei abzuklären galt, in welcher Art und Weise dieses Ablöschen vollzogen werden solle, um möglichst wenige Spuren zu verändern. Schlussendlich konnte der Trafo aufgerichtet und mit Wasser gefüllt werden.

Im Einsatz vor Ort waren neben Kräften der Ständigen Wache auch die Kameraden der Löschgruppe 2. Die Löschgruppe 4 hatte die Wachbesetzung übernommen.



Die Fahrzeuge der Löschgruppe 4 zunächst auf der Anfahrt zur Trench; die LG 4 hatte dann die Wachbesetzung übernommen

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Die Einsatz-Fahrzeuge...

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... und die Mannschaften in Bereitstellung zum Einsatz

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Lagebesprechung der Einsatzleitung und den Verantwortlichen der Firma zu Beginn der Maßnahmen

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Von der Feuerwehr wurden in der betroffenen Halle Messungen der Sauerstoff-, Kohlendioxid-, Kohlenmonoxid- und Methan-Konzentration durchgeführt; Auffälligkeiten gab es allerdings keine

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Zum Ablöschen des Trafos wurde auch ein Schaum-Angriff vorbereitet...

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... der nach einer weiteren Lagebesprechung dann aber doch nicht vorgenommen werden musste.

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Nach dem Aufrichten des unrsprünglich auf der Seite liegenden Trafos konnte dieser mit knapp 2.500 Litern Wasser gefüllt und auf diese Weise der Schwelbrand abgelöscht werden

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Bild-Quelle:
Fränkischer Tag / inFranken.de
sowie
Alexander Wilhelm, LG 3



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