Brand-Einsätze 2008



Dachstuhlbrand in der Kunigundenruhstraße am 22.07.2008

Am 22.07.2008 bemerkte eine Bewohnerin der Kunigundenruhstraße einen Feuerschein über dem Dach eines benachbarten Hauses. Auch eine Polizeistreife entdeckte die Flammen und benachrichtigte die Feuerwehr.
Die LG 2 wurde um 02:43 Uhr mit dem Alarmstichwirt „Dachstuhlbrand“ alarmiert, kurz nachdem die Ständige Wache ihren Alarm um 02:37 Uhr erhielt. Der erste Trupp der St. Wache unter umluftunabhängigem Atemschutzgerät (PA) hatte den Auftrag zur Personensuche und ging mit 1. C-Rohr (Hohlstrahlrohr) über das Treppenhaus vor. Zeitgleich wurde ein Außenangriff über die DLK mit dem Wenderohr gefahren, der zwar einen schnellen Erfolg brachte, aber auch einen hohen Löschwassereintrag ins Gebäude.
Die vermisste Person (50) wurde nach kurzer Suche gefunden, sie war jedoch nicht mehr am Leben. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen.

Die LG 2 war mit 12 Mann an der Einsatzstelle und hatte in wechselnder Besetzung sieben Mann mit PA im Einsatz. Als schwierig erwies sich das weitere Arbeiten, nachdem sich das Feuer über eine durchgebrannte Dachbodenluke durchgefressen und auf die Hofseite des Hauses verlagert hatte. Dieser Bereich konnte von der DLK nicht angefahren werden. Das Arbeiten von innen über den Spitzboden war auch nicht ohne Probleme möglich, weil die Zwischendecke nicht mehr überall tragfähig war. Erst das Aufdecken der hinteren Dachhaut von innen und das Ausräumen der Isolierung in der Decke zum Spitzboden brachte den gewünschten Löscherfolg.
Nachdem die Leiche über das Treppenhaus in den Hof gebracht wurde, dauerten die Nachlöscharbeiten noch einige Zeit an. Nach der Personenbergung wurde durch die LG 2 noch die Beleuchtung der Einsatzstelle errichtet und im weiteren Verlauf das Löschwasser in der unter der Schadenswohnung gelegenen Wohnung aufgenommen. Trotzdem wurde das Gebäude stark mit Löschwasser geschädigt.

Im Verlauf der Brandwache konnten (und zwar nur mit Hilfe der Wärmebildkamera) im Kehlbereich Brandnester ausgemacht werden. Bei der Übergabe der Einsatzstelle an die Kripo konnte deshalb auch sicher davon ausgegangen werden, dass die Brandstelle kalt war.


Die Einsatzstelle

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Brandbekämpfung im Spitzboden

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Der ausgebrannte Dachstuhl am Tag

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Blick in die ausgebrannte Wohnung

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Text-Quelle:
Christian Wolf, LG 2

Bild-Quelle:
Fränkischer Tag
sowie Christian Wolf, LG 2



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