Brand-Einsätze 2008



Lagerhallenbrand in Strullendorf am 14.02.2008

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Zu einem Großbrand wurde am Donnerstag gegen 16:00 Uhr die Feuerwehr Strullendorf gerufen. Es brannte eine Lagerhalle mit den Abmessungen von etwa 130 m x 130 m, in der gerade Bauarbeiten durchgeführt wurden.
Schnell wurde klar, dass die Kräfte der Feuerwehr nicht ausreichten. Bis zum Abend wurden zur Brandbekämpfung nahezu alle Wehren des südlichen Landkreises Bamberg alarmiert. Auch die Ständige Wache der Feuerwehr Bamberg wurde alarmiert, um mit den beiden Tanklöschfahrzeugen TLF 24/50 vor Ort unterstützen zu können. Des weiteren rückten die Kräfte der LG 1 mit der Drehleiter und die LG 6 mit dem Schlauchwagen SW 2000 sowie die LG 9, die die Wasserversorgung für die Fahrzeuge der Stadt sicherstellte, aus. Die LG 4 übernahm für das STadtgebiet die Wachbesetzung. Da die Feuerwehr der Firma Robert Bosch GmbH über eine einsatzkräftige Werkfeuerwehr mit Sonderlöschfahrzeug verfügt, wurde auch diese mit dem entsprechenden Fahrzeug an die Einsatzstelle beordert.
Die etwa 26 Arbeiter, die sich in der Halle zum Zeitpunkt des Brandausbruches aufhielten, konnten sich aus eigener Kraft ins Freie retten.
Für kurze Zeit bestand erhöhte Explosionsgefahr, da Gasflaschen zu explodieren drohten. Die Feuerwehr konnte die Gefahr jedoch schnell entschärfen.
Die Löscharbeiten dauerten den Donnerstag Abend an und zogen sich weit in die Nacht hinein.

Die Halle befand sich zum Zeitpunkt des Brandes noch in der Errichtung und sollte am 01. April 2008 in Betrieb gehen.
Ersten Vermutungen zufolge wurde das Feuer durch feuergefährliche Arbeiten ausgelöst. Als besonders ungünstig erwies sich für die Brandbekäpfung die extreme Ausdehnung der Halle. Die Sprinkleranlage hätte eine Woche später in Betrieb gehen sollen. Trotz des fehlenden anlagentechnischen Brandschutzes wurden bereits tausende von Kunststoff-Kisten in den Reihen des Hochregallagers vorgehalten, die, wenn sie einmal in Brand geraten sind, bekanntermaßen nur sehr schwer zu löschen sind. Eine Löschwasser-Einspeisung in das Rohrnetz der Sprinkleranlage war nicht möglich. Zu guter Letzt waren auch keine Rauch- und Wärmeabzugsmöglichkeiten vorhanden, sodass hierdurch die Brandlokalisierung und -bekämpfung noch schwieriger gestaltete.



Weitere Berichte und Bilder sowie Videos sind unter anderem auf der Homepage der UG-ÖEL des Landkreises unter diesem Link zu finden.



Die Brandausbreitung über weite Teile der Halle ist zu erkennen. Auch die Außenfassade ist stellenweise in Brand geraten.

Bild1

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Bild-Quelle:
Fränkischer Tag



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