Brandeinsätze 2003 und früher


Auswahl an Brandeinsätzen - Übersicht:

  16. - 18.04.2003 - Brand des Hauptsmoorwaldes  
  25.06.2002 - Brand der "Historischen Stadt"  
  10.04.2002 - Brand bei der Mälzerei Weyermann  
  27.07.2000 - Brand des E.T.A.-Hoffmann-Theaters  
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Einsatzberichte:

 Brand im Hauptsmoorwald vom 16. bis 18. April 2003:

Durch klemmende und daher heißgelaufene und funkensprühende Bremsen eines Güterzuges ist am 16. April 2003 der Bahndamm entlang der Eisenbahnstrecke Bamberg - Nürnberg zwischen den Bahnhöfen Bamberg und Strullendorf auf einer Länge von ca. 5 km in Brand geraten. Zwar begrenzte sich das Feuer meist auf das Unterholz (ein Wipfelfeuer konnte verhindert werden), doch aufgrund der langen Trockenperiode vor dem Ereignis konnte sich der Brand rasch ausbreiten. Die Löschwasserförderung gestaltete sich nicht einfach, da das Wasser erst über lange Schlaustrecke an die Einsatzstelle gefördert werden musste.
Sämtliche Löschgruppen Bambergs sowie die angrenzenden Ortsfeuerwehren waren über einen Zeitraum von drei Tagen damit beschäftigt, das Feuer zu löschen bzw. tagsüber und nachts Kontrollfahrten und -gänge durchzuführen, um eventuell wieder aufflackernde Glutnester zu entdecken und abzulöschen.

Einsatzbilder finden Sie unter diesem Link




 Brand der "Historischen Stadt" am 25. Juni 2002:

Noch während der Aufbauarbeiten der "Historischen Stadt", die als Ausstellung unter dem Titel "Zierde Europas" das mittelalterliche Leben darstellen sollte, brach dort ein Brand aus. Ursächlich für den Brand sind vermutlich Schweißarbeiten gewesen, bei welchen keine ausreichenden Sicherheitsmaßnahmen getroffen wurden.
Trotz dem schnellen Eingreifens der Ständigen Wache und mehrerer Löschgruppen wurde die "Historischen Stadt" bei dem Brand nahezu vollständig zerstört, da sich das Feuer aufgrund der verwendeten Baustoffe rasch ausbreiten konnte.
Nach reiflicher Überlegung kam man zu dem Entschluss, das Objekt nicht abzureißen, sondern nach wie vor unter oben genanntem Titel stehen zu lassen. Sie sollte nach dem Brand die Gefährdungen für die Bevölkerung durch Feuerbrünste im Mittelalter darstellen.

Die Neue Residenz, in deren Schatten die Stadt errichtet wurde, nahm durch den Brand und die entstandene Hitze aufgrund intensiver Lösch- und Kühlarbeiten keinen Schaden.

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 Brand der Mälzerei Weyermann am 10. April 2002:

Am frühen Mittwoch Morgen kam es gegen 06:15 Uhr in der Mälzerei Weyermann aufgrund eines technischen Defektes in einer erst vor wenigen Tagen in Betrieb gegangenen Röstanlage zu einer Überhitzung und schließlich zum Ausbruch eines Brandes. Wegen der hohen Hitze und der Entwicklung von Schwelgasen ereigneten sich mehrere Verpuffungen, wodurch weitere Schäden entstanden.
Bei Aufnahme der Löscharbeiten wurden durch eine Druckwelle vier Feuerwehrleute und zwei Betriebsangehörige leicht verletzt.

Für die Dauer der Löscharbeiten mussten angrenzende Straße bzw. Straßenbereiche gesperrt werden, da sich im näheren Brandbereich eine Gasleitung befand. Die Sperrungen konnten gegen 08:30 Uhr wieder aufgehoben werden.

Rund 100 Feuerwehrleute aus den Löschgruppen 1, 2, 3, 4 und 9 wurden neben der Ständigen Wache an den Einsatzort bzw. zur Wachbesetzung alarmiert.

Die Schadenshöhe muss erst noch durch einen Gutachter ermittelt werden. Die Polizei schätzt ihn auf mehrere hunderttausend Euro.

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 Brand des E.T.A.-Hoffmann-Theaters am 27. Juli 2000, 04:42 Uhr:

Im Zeitraum der Renovierung des seit 1808 bestehenden Bamberger E.T.A.-Hoffmann-Theaters kam es dort zu einem folgenschweren Brand. Am 27.07.2000 gegen 04:40 Uhr bemerkten Anwohner, dass aus den Fenstern des historischen Gebäudes Rauch quoll. Sie alarmierten sofort die Feuerwehr.

Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte der Ständigen Wache schlugen die Flammen aus den Erdgeschoss-Fenstern des Foyers.
Durch den Großeinsatz der Feuerwehr konnte verhindert werden, dass sich das im Foyer im Erdgeschoss ausgebrochene Feuer bis auf das Dach ausbreitete. Lediglich im Rückteil des Gebäudes konnte sich das Feuer über ein Treppenhaus, das wegen der Umbauarbeiten nicht mehr brandschutztechnisch abgeschottet war, bis in das Dachgeschoss ausbreiten. Ehe das Feuer an dieser Stelle jedoch größeren Schaden anrichten konnte, wurde es unter Kontrolle gebracht und gelöscht.
Die Löscharbeiten gestalteten sich äßerst schwierig, da sich das Feuer im Erdgeschoss durch den bis zu ca. 60 cm starken Holzfußboden des im ersten Geschoss gelegenen Spiegelsaals fraß, und dieser Boden erst mit Kettensägen geöffnet werden musste, um die Flammen bekäpfen zu können. Zuvor musste der Spiegelsaal, der für die Zeit des Umbaus als Lagerraum für die denkmalgeschützten Verkleidungen des Zuschauerraumes diente, unter schwerem Atemschutz leergerät werden.

Als glücklicher Umstand erwiesen sich die Umbaumaßnahmen - trotz der Entfernung der Brandschutzabschlüsse - dennoch, weil aus eben diesem Grund alle Stühle, Teppiche und hölzernen Konstruktionsteile entfernt waren, die dem Feuer sonst ausreichend Nahrung geboten und eine schnellere Brandausbreitung ermöglicht hätten.

Zwei Stunden nach dem Ausbruch war der Brand unter Kontrolle, die Löscharbeiten dauerten jedoch noch weitere 12 Stunden an. Gegen 18:44 Uhr war der Brand vollständig gelöscht. Für die darauffolgende Nacht wurde zudem eine Brandwache gestellt.
Zur Brandbekämpfung wurden im Laufe des Tages Feuerwehrleute aus allen neun Löschgruppen alarmiert, im Ersteinsatz waren über 100 Einsatzkräfte vor Ort.

Bei der Ermittlung der Brandursache geht die Kriminalpolizei von vorsätzlicher oder fahrlässiger Brandstiftung aus, da Indizien für eine technische Ursache des Feuers fehlen. Rückstände von Brandbeschleunigern wie Benzin wurden im Theater aber nicht gefunden.

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